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Erstes Energie-Plus-Projekt im Adlershofer Mehrfamilienhaus

Wo: Energie-Plus-Haus, Newtonstraße 8, 12489 Berlin auf Karte anzeigen
Jetzt ging der Richtkranz hoch, Kinder einer nahen Kita schauten zu.
Jetzt ging der Richtkranz hoch, Kinder einer nahen Kita schauten zu. (Foto: Ralf Drescher)

Adlershof. Dem Baukörper an der Newtonstraße ist nichts Besonderes anzusehen. Trotzdem ist das „Powerhaus“ der Wohnungsgesellschaft Howoge eine Premiere.

Der mehrgeschossige Bau mit 128 Wohnungen ist der erste im Berliner Mietwohnungsbau, der vor Ort erzeugte Energie abgeben kann. Jetzt wurde Richtfest gefeiert, sogar Stadtentwicklungssenator Andreas Geisel (SPD) kam zu Besuch.

Produziert wird die Energie durch thermische Solaranlagen (Warmwasser) und Photovoltaikanlagen (Strom) auf dem Dach. Dazu kommen eine effektiv gedämmte Gebäudehülle und eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung, mit der 80 Prozent der im Haus verbrauchten Heizenergie zurück gewonnen werden.

Heizwärme und Strom ergeben so einen Überschuss, der in das Wärme- und Energienetz eines Vertragspartners eingespeist wird. Pro Jahr sollen bis zu 1400 Kilowattstunden Strom und 1200 Kilowattstunden Wärmeenergie an fremde Verbraucher abgegeben werden.

„Hier setzt eine landeseigene Wohnungsbaugesellschaft neue Maßstäbe im Mietwohnungsbau. Die Howoge schafft in Adlershof attraktiven Wohnraum. Das Energiekonzept ist innovativ und effizient und spart Ressourcen“, sagte Senator Andreas beim Richtfest.

Fertig werden die 128 Wohnungen, darunter 40 barrierefreie, im Jahr 2018. Gebaut werden Wohnungen mit zwei bis vier Zimmern und Wohnflächen von 30 bis 100 Quadratmetern. Die Kaltmiete wird nach Angaben der Howoge 7,50 bis knapp zehn Euro betragen. Dank der effizienten Energieerzeugung sind die warmen Betriebskosten mit 40 Cent je Quadratmeter und Monat kalkuliert.

Alle Wohnungen sind mit Balkon oder Gartenterrasse ausgestattet. Außerdem gibt es 28 Pkw-Stellplätze und eine Tankstelle für Elektroautos. RD

Jetzt ging der Richtkranz hoch, Kinder einer nahen Kita schauten zu.
Senator Geisel und weitere Gäste schlagen den letzten symbolischen Nagel ein.
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