Neue Heimat für den Festsaal Kreuzberg
Goldene Zwanziger, Rockmusik, Lesungen und Firmenevents

Veranstaltungsmanager Paul Cunrady im Kaminzimmer des Festsaals.
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  • Veranstaltungsmanager Paul Cunrady im Kaminzimmer des Festsaals.
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Wer auf der Puschkinallee in Richtung Schlesisches Tor fährt und die Örtlichkeit kennt, dürfte sich wundern. „Festsaal Kreuzberg“ steht seit einiger Zeit an einem alten Backsteingebäude am Flutgraben.

Die Bezirksgrenze zu Friedrichshain-Kreuzberg verläuft erst rund 50 Meter dahinter. Vor zwei Jahren hat die angesagte Kultur- und Eventlocation hier am äußersten Rand des Ortsteils Alt-Treptow eine neue Heimat gefunden. Das alte Gebäude an der Skalitzer Straße in Kreuzberg war im Juli 2013 abgebrannt. Am 14. Januar 2017 ging es am Flutgraben los.

„Wir hatten mehrere Jahre nach einem geeigneten Gebäude gesucht. Hier passte alles zusammen. Zu Fuß sind es zehn Minuten zum U-Bahnhof Schlesisches Tor und in die andere Richtung ebenfalls zehn Minuten zum S-Bahnhof Treptower Park. Vor der Tür hält der Bus. Wir haben auch mehr Platz, bei Konzerten passen bis zu 1100 Besucher in unseren Saal. Für kleinere Veranstaltungen gibt es das Kaminzimmer mit 300 Sitzplätzen“, erklärt Veranstaltungskaufmann Paul Cunrady (26), der mit dafür sorgt, dass der „Festsaal Kreuzberg“ gut läuft. Für 2018 liegen noch keine Zahlen vor, aber im ersten Jahr am neuen Standort gab es 180 Konzerte und rund 50 Firmenevents. Der „Festsaal Kreuzberg“ tritt nämlich nicht als Veranstalter, sondern wie schon am früheren Standort als Vermieter auf. Zielgruppe sind Konzert- und Kulturveranstalter. Und die dürften mit dem Standort zufrieden sein. Beim Versuch, für eines der nächsten Konzerte online Karten zu kaufen, trifft man mehrmals auf den Hinweis „Ausverkauft“. Zu den Rennern im März gehört zum Beispiel das Moka Efti Orchestra. Eigentlich nur für die Fernsehserie „Babylon Berlin“ zusammengestellt, ist die Band zusammengeblieben und bringt seitdem die Atmosphäre der „Goldenen Zwanziger“ auf Berliner Bühnen. Demnächst auch im „Festsaal Kreuzberg“, aber alle Karten sind leider schon weg.

Auf eine Stilrichtung wollen sich die Festsaal-Macher nicht festlegen, wie Cunrady betont: „Für Menschen von 18 bis 70 ist immer etwas dabei.“ Und wenn nicht abgerockt oder zu Klängen aus dem alten Berlin geswingt wird, gibt es Lesungen und auch Firmenveranstaltungen. Die Humboldt-Universität und Visit Berlin haben sich in der Vergangenheit bereits eingemietet.

Im Biergarten vor der Tür arbeiten gerade die hauseigenen Handwerker. Sie legen einige neue Wege auf Stahlgerüsten an. „Wir hatten ja die Ausstattung vom früheren ,White Trash' übernommen, und einiges muss jetzt ersetzt werden. Im April öffnet dann wieder der Biergarten. Und nebenan wird unsere Grafitti-Bar neu hergerichtet. Dort kann man privat mit bis zu 100 Gästen feiern“, erzählt Paul Cunrady.

Wissenswertes und Programm unter https://festsaal-kreuzberg.de/

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