Stern und Kreis Schiffahrt GmbH  investiert in umweltfreundlichere Flotte

Die Fahrgastschiffe von Stern und Kreis sollen bald nur noch mit umweltfreundlichen Motoren über Spree und Müggelsee fahren.
  • Die Fahrgastschiffe von Stern und Kreis sollen bald nur noch mit umweltfreundlichen Motoren über Spree und Müggelsee fahren.
  • Foto: Stern und Kreis/Stefan Maria Rother
  • hochgeladen von Ralf Drescher

Während Berlins Diesel-Fahrzeuge bald an die Kette gelegt werden, falls sie nicht der neuesten Abgasnorm entsprechen, dürfen Fahrgastschiffe noch immer Ruß und Abgase ausstoßen. Berlins größte Fahrgastreederei, die Stern und Kreis Schiffahrt, will ihre "Dampfer" jetzt modernisieren.

„Wir investieren in den nächsten Jahren rund 100 Millionen Euro, um unsere Flotte umweltfreundlicher zu machen“, erklärt Jens Steinmann vom Vorstand der Hegemann-Gruppe in Bremen, zu der die Berliner Reederei gehört.

Vor rund zehn Jahren hatten bereits drei Fahrgastschiffe des Unternehmens Rußpartikelfilter erhalten. Derzeit werden weitere drei Schiffe, nämlich die Berolina, die Friedrichshain und die Monbijou mit Filtern versehen. Das Unternehmen betreibt in Berlin 31 Schiffe und die Wannsee-Fähre. Letztere ist ein Neubau und verfügt bereits über abgasarme Antriebstechnik. „Alles, was umrüstbar ist, rüsten wir um. Allerdings macht das bei 40 Prozent der Schiffe keinen Sinn, sie werden in den nächsten Jahren durch Neubauten ersetzt“, erklärt Vorstand Jens Steinmann.

Die Umrüstung und der Neubau von Schiffen soll in den nächsten Jahren auf der ebenfalls zu Hegemann gehörenden Werft in Spandau erfolgen. „Damit unterstützt unser Investitionsprogramm nicht nur den Umweltschutz, sondern trägt dazu bei, regionale Arbeitsplätze zu erhalten und neue zu schaffen“, so Jens Steinmann. Auf einer anderen Werft wird derzeit noch an einem gänzlich abgasfreien Schiff für das Unternehmen Stern und Kreis gebaut. Der solarbetriebene Katamaran soll Mitte des Jahres in Dienst gestellt werden. Das für Touren auf dem Landwehrkanal gedachte Schiff kann auch vier Stunden ohne Sonneneinstrahlung fahren, per Schnellladung bekommt das Solarfahrzeug bei trüben Wetter am Anlegesteg in 30 Minuten wieder Saft für die nächste Tour.

Seit Jahren fordert das Land Berlin, auch auf dem Wasser strengere Abgaswerte für Motoren einzuführen. Vor allem bei sommerlicher Hitze beschweren sich Anwohner des Landwehrkanals über Dieselschwaden, die von Schiffen auf Balkone und Fenster geblasen werden.

Stern und Kreis ist die erste Berliner Fahrgastreederei, die ein so komplexes Sanierungsprogramm für ihre Flotte in Angriff nimmt. Die Touren über Spree, Wannsee, Dahme, Havel und Müggelsee werden jährlich von rund einer Million Passagiere gebucht.

Autor:

Ralf Drescher aus Lichtenberg

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