Kahlschlag am Wildrosenweg:
Covivio Immobilien GmbH plant den Aus- und Neubau von Wohnhäusern am Schlosspark Biesdorf

Im Januar ließ die Covivio Immobilien GmbH zahlreiche Bäume im Wohnviertel am Schlosspark Biesdorf fällen. Sie muss laut Fällgenehmigung 46 Bäume nachpflanzen.
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  • Im Januar ließ die Covivio Immobilien GmbH zahlreiche Bäume im Wohnviertel am Schlosspark Biesdorf fällen. Sie muss laut Fällgenehmigung 46 Bäume nachpflanzen.
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Die Covivio Immobilien GmbH will im Viertel um den Wildrosenweg weitere Wohnhäuser bauen. Mietgaragen wurden bereits abgerissen, zahlreiche Bäume gefällt. Anwohner fühlen sich aber schlecht informiert, wie es insgesamt weitergeht.

Die Covivio informierte im Sommer zwar schriftlich und Ende November auf einer Veranstaltung im Schloss Biesdorf die Anwohner über ihre Neubaupläne. Die Aussagen waren dabei allerdings sehr vage. Zahlreiche Fragen blieben offen und die Informationslage widersprüchlich. „Die anderen Mieter wenden sich oft an mich, weil ich hier am längsten wohne. Aber ich weiß auch nichts Genaues“, erklärt Gerd Höhn (80), der seit 1953 in seiner Wohnung am Wildrosenweg wohnt. Er bat die Berliner Woche zu recherchieren, wie es mit dem Bauvorhaben weitergehe.

„Hier entstehen durch Dachgeschossaufbau und Neubau insgesamt 168 neue Wohnungen, mehrheitlich Mietwohnungen“, erklärt auf Anfrage der Berliner Woche Covivo-Sprecherin Barbara Lipka. Auch die Neubauten seien als Dreigeschosser plus Staffelgeschoss geplant. Für deren Flachdächer ist eine extensive Dachbegrünung vorgesehen. In den Erdgeschossen entstehen voraussichtlich 32 barrierefreie Wohnungen. Außerdem sollen vier Kinderspielflächen, 168 Tiefgaragenstellplätze sowie 180 Fahrradbügel entstehen.

Die Alt-Neubauten aus den 1950er-Jahren um den Wildrosenweg bilden ein eigenes Viertel umrahmt von der Nordpromenade im Norden, vom Schlosspark Biesdorf im Osten, dem Parkweg im Süden und der Oberfeldstraße im Westen. Der Wildrosenweg selbst ist eine schmale Straße, die auf der einen Seite jeweils stets zugeparkt ist. Er endet in einer Sackgasse und lässt sich jeweils nur auf einer Seite befahren.

Im November ließ die Covivio bereits 154 Garagen abreißen, die bis zum Sommer an Mieter verpachtet waren. Deren Mieter konkurrieren seither zusätzlich um die ohnehin wenigen freien Stellplätze. „Wer tagsüber zur Arbeit mit dem Auto muss, dem bleibt abends nur noch ein freier Platz auf einer Wiese“, sagt Gerd Höhn. Der 80-Jährige wohnt seit 1953 in seiner Wohnung am Wildrosenweg. 

Baustart soll in Kürze sein

Wann das Immobilienunternehmen mit dem Bauarbeiten beginnt, ist noch offen. Der Bauantrag sei im November beim Bezirksamt eingereicht worden. „Wir gehen davon aus, dass die Baugenehmigung in Kürze erteilt werden wird“, sagt Lipka. Sobald sie vorliege, werde die Covivio ihre Mieter zu einer weiteren Info-Veranstaltung einladen. Die Bauarbeiten erfolgen in mehreren Abschnitten und sollen bis 2021 beendet sein.

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