Auftakt für Bürgerräte
Modellprojekt geht an den Start

Der Senat fördert in Tempelhof-Schöneberg ein neues Beteiligungsmodell, den Bürgerinnen- und Bürgerrat. Bürger, Politiker und Verwaltung sollen zu verschiedenen Themen miteinander ins Gespräch kommen.

Das Modellprojekt startet in Friedenau. Es folgen Räte in anderen Ortsteilen. Der Bürgerrat sei ein modernes Instrument, Beteiligung an demokratischen Prozessen weiterzuentwickeln, sagt Bürgermeisterin Angelika Schöttler (SPD). Gleichzeitig sei er „generationsübergreifend, interkulturell und basisdemokratisch“ angelegt. Das Modell wurde bereits in Österreich und Baden-Württemberg erfolgreich erprobt.

Der Auftakt findet in Friedenau statt, weil dort eine Frauengruppe namens „Nur Mut“ die Idee hatte, das auch in Berlin auszuprobieren. „Nur Mut“ setzt sich für die Überwindung von Politik- und Demokratieverdrossenheit ein. Die Frauengruppe begleitet den Bürgerinnen- und Bürgerrat zwar, der zum Thema „„Wie können wir Friedenau lebenswert erhalten und die Zukunft gemeinsam gestalten?“ an zwei Tagen tagt, nimmt selbst daran aber nicht teil. Die Moderation im Gremium übernimmt eine verwaltungsunabhängige Person.

Die Beteiligten am Rat werden per Zufall ausgewählt. Zum Projekt gehören noch ein „Bürgercafé“ und eine „Resonanzgruppe“ aus Vertretern aus Politik und Verwaltung. Im Bürgercafé werden die Ergebnisse aus dem Rat Bürgern aus Friedenau und Vertretern der Verwaltung vorgestellt und diskutiert. Das Bürgercafé findet am 14. August von 18 bis 20 Uhr statt. Der Veranstaltungsort wird noch bekanntgegeben.

Autor:

Karen Noetzel aus Schöneberg

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