Beschwerden wegen Lärm

Im Sommer genießt man das Essen gern draußen. Anwohnern gefällt das nicht immer – insbesondere nicht in den Abendstunden.
  • Im Sommer genießt man das Essen gern draußen. Anwohnern gefällt das nicht immer – insbesondere nicht in den Abendstunden.
  • Foto: KEN
  • hochgeladen von Karen Noetzel

Friedenau. Freunde der italienischen Kochkunst lieben es. Für das Restaurant in Friedenau regnet es Sterne im Internet. Weniger Freude haben die Nachbarn. Der Friedenauer Fall ist ein beredtes Beispiel für den Interessenkonflikt zwischen Gastwirten, Gästen und Anwohnern.

Über drei Sommer hinweg sei die Nachtruhe mehrfach gestört worden, klagt eine Anwohnerin. Das Lokal bewirtet Gäste auch draußen. Bei schmackhafter Kost steigt die Stimmung – und eben manchmal auch die Lautstärke. Die Nachbarn, darunter Kinder und behinderte Menschen, fühlen sich vom Lärm der Gäste belästigt. Häufig sei es bis nach Mitternacht laut, so eine Nachbarin. Die Polizei sei deswegen schon mehrmals vorgefahren.

Der Außendienst des Ordnungsamts habe gezielte Kontrollen des Lokals vorgenommen, sagt Ordnungsstadtrat Oliver Schworck (SPD). „Bei einigen Kontrollen wurden durchaus Verstöße festgestellt.“ Diese und Beschwerden von Nachbarn würden in die neue Sondernutzungsgenehmigung für den Gastwirt einfließen, kündigte Schworck an. Die Erlaubnis soll nur für ein Jahr und nicht wie üblich für drei Jahre gelten. Weitere Einschränkungen wollte die zuständige Straßenverkehrsbehörde prüfen: einen „Raucher-Point“, der offenbar belästigt, und weniger Tische vor dem Lokal. Eine Ausdehnung der Außenplätze kommt für Oliver Schworck schon jetzt nicht in Frage.

Einem kompletten Verbot der Außenbewirtschaftung, wie es die Nachbarn wünschen, erteilt der Ordnungsdezernent eine Absage. „Das wäre rechtlich nicht möglich.“ Die entsprechenden Gesetze räumen sowohl Anwohnern wie Gewerbetreibenden gewisse Ansprüche ein. Zudem sei eine Einschränkung der Bewirtschaftung bis 22 Uhr nur dann möglich, wenn Anwohner wegen ruhestörenden Lärms nach 22 Uhr bei der Polizei Anzeige erstatten, betonte Schworck. Sonst würden Gerichte entsprechende Bescheide wieder aufheben. „Wir mussten diese Erfahrung leider schon machen.“

Der Betreiber der italienischen Gaststätte war bis Redaktionsschluss für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. KEN

Autor:

Karen Noetzel aus Schöneberg

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

16 folgen diesem Profil

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Beitragsempfehlungen

WirtschaftAnzeige
5 Bilder

Entdecken Sie vielfältige Überraschungen
Friedrichshagener Adventskalender 2020 rund um die Bölsche

Leckereien, Rabatte, Zugaben, kultureller Hochgenuss … Entdecken Sie jeden Tag eine kleine Überraschung und die Vielfalt der Friedrichshagener Geschäfts- und Kulturwelt entlang der und rund um die Bölsche – real oder virtuell. Die Planung des diesjährigen Adventskalenders Friedrichshagen stellte natürlich eine besondere Herausforderung dar – bis zum Drucken des Faltblatts wusste ja niemand so recht, was in der Adventszeit gehen darf und kann, wie viel echter Kontakt von Mensch zu Mensch...

  • Friedrichshagen
  • 02.12.20
  • 20× gelesen
Tipps und Service
2 Bilder

Lasst uns froh und bunter sein!
Plätzchen-Baumschmuck: Ein Rezept aus der Edeka Weihnachtsbäckerei

Liebe Kinder, wenn Ihr auch Lust habt, Plätzchen zu backen, kommt hier ein tolles Rezept! Viel Spaß beim Backen, Verzieren und Vernaschen! Zutaten für den Teig (ergibt ca. 2 Bleche) 300 g Dinkelvollkornmehl 2 TL Reinweinstein Backpulver 1 Prise Salz ½ TL Zimt 60 g Rohrohrzucker 1 Päckchen Vanillezucker 2 Eier 100 g weiche Butter Zum Verzieren: Schokotröpfchen Rosinen/Sultaninen gehackte Mandeln Puderzuckerglasur Bindfaden Zubereitung: 1. Zuerst das Mehl mit dem...

  • Mitte
  • 01.12.20
  • 35× gelesen
WirtschaftAnzeige
Editha Hahn-Fink und Robert Hahn führen Berlins ältestes Bestattungsinstitut im Familienbesitz.
2 Bilder

HAHN Bestattungen
Rechtzeitig über Vorsorge nachdenken

„Es gibt viele Menschen, die sich zu Lebzeiten Gedanken über ihren eigenen Tod machen“, sagt Robert Hahn. „Gerade in der heutigen Zeit, in der Familien oft weit voneinander entfernt leben, nimmt die Frage der Bestattungsvorsorge einen wichtigen Raum ein. Auch die finanzielle Absicherung der dereinstigen Bestattung wird in dieser unsicheren Gegenwart für viele Menschen immer wichtiger“, weiß er zu berichten. Robert Hahn führt das seit fast 170 Jahren im Familienbesitz befindliche...

  • Steglitz-Zehlendorf
  • 24.11.20
  • 138× gelesen

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen