Investor will "Riviera" und "Gesellschaftshaus" zur Seniorenwohnanlage umbauen

Die Restaurants "Gesellschaftshaus" und "Riviera" (links) prägten einst das herrschaftliche Anlitz von Grünau.
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Grünau. Für die beiden früheren Ausflugsrestaurants „Riviera“ und „Gesellschaftshaus“ an der Regattastraße in Grünau gibt es eine Lösung.

Ende Februar hat mit der Terragon Projekt GmbH ein neuer Eigentümer die über 100 Jahre alten denkmalgeschützten Bauten übernommen. Geplant ist eine Seniorenwohnanlage. Dabei werden die beiden denkmalgeschützten Bauten erhalten und auf einem gegenüberliegenden Grundstück durch vier Neubauten ergänzt.

Das „Gesellschaftshaus“ wird Seniorenwohnungen aufnehmen, äußere Gestalt und Veranda bleiben erhalten. Der historische Ballsaal im „Riviera“ wird denkmalgerecht saniert und soll künftig auch für öffentliche Veranstaltungen zur Verfügung stehen.

Bereits vor dem Kauf hatte Terragon im Rahmen einer Bauvoranfrage mit dem Bezirksamt diese Bedingungen ausgehandelt. Der Bezirk hat nach Abstimmung mit dem Landesdenkmalamt die Bauvoranfrage bereits positiv beschieden, Bedingung ist die denkmalgerechte Sanierung der historischen Bauten.

„Denkmale können nur dauerhaft erhalten werden, wenn sie genutzt werden. Mit dem neuen Eigentümer haben wir einen Partner für die Entwicklung dieser beiden Baudenkmale gewonnen“, freut sich Rainer Hölmer (SPD), Stadtrat für Bauen, Stadtentwicklung und öffentliche Ordnung.

Mit der bisherigen Eigentümerin, einer türkischen Unternehmerin, hatte der Bezirk mehrere Jahre im Clinch gelegen. Mehrmals musste die bauliche Sicherung der wertvollen Gebäude vor Gericht durchgesetzt werden, das Geld dafür wurde im Rahmen von Ersatzvornahmen vom Bezirk verauslagt.

„Der Bezirk sollte weiterhin versuchen, die für den Erhalt eingesetzten finanziellen Mittel vom früheren Eigentümer einzutreiben. Der hat durch sein asoziales Verhalten gezeigt, dass er kein würdiger Besitzer eines Denkmals ist und nur am maximalen Profit interessiert war“, sagt Stefan Förster, Abgeordnetenhausmitglied der FDP und Vorsitzender des Bezirksdenkmalrats. Der hatte den Bezirk im Kampf um den Erhalt von „Gesellschaftshaus“ und „Riviera“ unterstützt. Es gab sogar Überlegungen, den türkischen Besitzerr zu enteignen. Der neue Eigentümer hat sich verpflichtet, im Bereich der Gaststätten einen öffentlichen Uferweg anzulegen. Einen Zeitplan für die Umsetzung der Pläne gibt es noch nicht. RD

Autor:

Ralf Drescher aus Lichtenberg

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