Kulturelles Leben in Kulturland Brandenburg
Keine Zeit für Stillstand in Krisenzeiten

Pressefoto: Romy Schneider Museum
Ariane Rykov und Uwe Marcus Rykov
  • Pressefoto: Romy Schneider Museum
    Ariane Rykov und Uwe Marcus Rykov
  • Foto: Romy Schneider Museum
  • hochgeladen von Eichinger Franz

Blickt man schon seit langer Zeit auf die Entwicklung der Immobilienpreise, sind es immer die Objekte in Metropolen, die besonders stark im Wert steigen. Das liegt zum einen an den Investoren, die in deutschen Großstädten hohe Renditechancen sehen, zum anderen aber auch daran, dass in den Städten gerade im Vergleich zum Umland oder Land mehr, beziehungsweise bessere Arbeitsplätze zu finden sind. Beziehungsweise kürzere Arbeitswege zu bestreiten sind.
Diese Entwicklung spiegelt sich auch enorm in den Mietpreisen wieder, die in den vergangenen Jahren stark angestiegen sind. War es anfangs für Kleinverdiener schwierig, eine bezahlbare Wohnung zu finden, ist es inzwischen auch für Mittelverdiener eine Herausforderung eine bezahlbare Wohnung zu bekommen — oder sie müssen bereit sein, viel Geld für wenig Platz aufzubringen.
Warum ist das Stadtleben so beliebt? Ist doch das Leben auf dem Land wesentlich attraktiver geworden. Verbunden mit dem Stadtleben ist eine große Auswahl an kulturellen und gesellschaftlichen Angeboten. Doch viele Menschen wollen inzwischen dem Trubel und dem vielen Verkehr in den Straßen und dem Stress im städtlichen Alltagsleben entfliehen.
So entschieden sich auch der Herausgeber des Zeitblatt Magazins / Zeitblatt Verlag Uwe Marcus Rykov und seine Frau Ariane Rykov vom Romy Schneider Archiv den Verein im vergangenen Jahr in Cottbus zu gründen und dem Archiv / Romy Schneider Museum ein neues zu Hause hier in der Lausitz zu geben. Sie erwarben im November das neue Vereinsgebäude, das ehemalige Gutsschloss Klein Loitz. Uwe Marcus Rykov sagte: „Das Haus hatte die richtige Größe und das Ambiente um hier alles zu verwirklichen“. „Wir sind sehr froh dieses wunderschöne Objekt hier gefunden zu haben“.
Seit dem 23.09.2020 ist das Museum in der unteren Etage mit 3 Räumen eröffnet. Eine Veranstaltung zu Ehren einer der größten Schauspielerinnen des 20. Jahrhunderts – ROMY SCHNEIDER.
In Klein Loitz wurde eine Fotografie Ausstellung des Fotografen, Schauspieler und Regisseurs Roger Fritz präsentiert. Seine Werke zeigten die unterschiedlichsten Facetten der jungen Romy Schneider – das natürliche, bürgerliche Mädchen von „nebenan“ - die Schauspielikone, den Weltstar Romy Schneider. Die Ausstellung sollte bis Ende Dezember gehen.
Uwe Marcus Rykov: „Wir hatten sehr starken Zulauf so dass wir die Ausstellung über Roger Fritz bis Dezember verlängern wollten. Auch sollten bis Dezember noch weitere Räume hinzukommen, denn wir haben durch verschiedene Sammler eine Menge Material bekommen Geplant wird ein Raum der Sammlerin Evelyn Kalla und der Sammlerin K. Rasch im Schloss klein Loitz.
Ariane Rykov sagt: „Wir wollen etwas bewegen, hier in der Lausitz und bringen alle unsere Erfahrungen mit. Als Verein sehen wir uns als #Solidargemeinschaft – wir haben gleiche Interessen, uns verbindet dieselbe Denkweise – und wir wollen gemeinsam etwas umsetzen“.
Der Trend geht zum Leben auf dem Land, denn immer mehr Menschen können und wollen ihre Arbeit in den eigenen vier Wänden nachgehen, was ihnen bei der Wahl des Wohnortes eine größere Freiheit ermöglicht. Es ist nicht mehr wichtig an einem zentralen Ort oder in Städten seinen Lebensmittelpunkt zu beziehen. Die Entwicklung zeigt das Menschen heutzutage mehr Wert auf Entschleunigung und auf bessere Lebensqualität legen.
Anstatt ein langes Wochenende auf dem Land zu verbringen, wird eine Vielzahl, laut einer Studie mindestens einen Zweitwohnsitz außerhalb der Stadt haben, wenn nicht ganz ihren Lebensmittelpunkt dorthin verlegen.
Aber seit „Corona“ steht nun das kulturelle Leben still. Alle Kultureinrichtungen mussten schließen aber deshalb den Kopf in den Sand stecken, das ist nicht im Interesse des Vorstandes. Uwe Marcus Rykov: „Wir sind kreativ genug und bringen Erfahrungen mit um uns in solch schwierigen Situationen stets anzupassen. Wir haben innerhalb von 2 Tagen unseren Museumsshop online gestellt und arbeiten gerade an vielen neuen Ideen.
Rykov: „Wir können sagen, dass wir inzwischen hier angekommen sind. Wir wurden sehr herzlich in die Gemeinde aufgenommen und jetzt in dieser Corona-Krise möchten wir auch etwas zurückgeben. Seit dem Spätsommer sitzen wir an einem neuen Magazin, das Magazin Klein Loitz. Es geht um die Geschichte des Ortes und dessen Wandel. Wir haben als Verein und Magazin den hier ansässigen Institutionen und Kulturbetrieben die Möglichkeit gegeben sich in dieser Magazinausgabe mit einer oder zwei Seiten kostenfrei zu präsentieren. Gerade in diesen Zeiten muss die Region zusammenhalten um auch in Zukunft stark zu sein.
Uwe Marcus Rykov: „Wir haben keine Zeit für den Stillstand. Im ständigen Austausch lassen wir uns inspirieren um Neues zu entwickeln. Es ist für jeden Kulturbetrieb eine Herausforderung aber auch eine Chance, neue Ideen und Strategien zu entwickeln. Oder wie Max Frisch es auf den Punkt bringt: „Eine Krise ist ein produktiver Zustand. Man muss ihr nur den Beigeschmack der Katastrophe nehmen.“ Im kleinen Wörtchen „nur“ klingt die feine Ironie des großen Schweizer Autors durch. Denn tatsächlich ist es natürlich vor allem dann sehr schwierig, optimistisch in die Zukunft zu schauen, wenn man gerade um seine Existenz bangen muss.
Aber vom geschichtlichen Aspekt gesehen stimmt diese Aussage denn es waren immer wieder Krisen und Umbrüche, die uns Menschen zum Umdenken gebracht und kreative Prozesse in Gang gesetzt haben. Fest steht jedenfalls: Es fällt leichter, sich zu motivieren und in einen lösungsorientierten Schaffensmodus zu finden, wenn man weiß, man ist nicht allein. Wenn alle an einem Strang ziehen und sich gegenseitig beflügeln, hilft das dabei, nach vorne zu blicken und sich besser zu entfalten. Das ist als Verein auch unser strategischer Ausgangspunkt.
Fazit: Wir als Verein sind sehr glücklich hier auf dem Land zu sein

Autor:

Eichinger Franz aus Grunewald

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