Das größte Kinderheim der DDR
Tafel informiert über die Geschichte der Einrichtung

Die frühere Heimbewohnerin Angelika Schütz enthüllt die Gedenktafel am früheren Heimzugang an der Südostallee.
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  • Die frühere Heimbewohnerin Angelika Schütz enthüllt die Gedenktafel am früheren Heimzugang an der Südostallee.
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Am 30. Mai 1952 wurde in der Königsheide der Grundstein für das neue Hauptkinderheim des Magistrats von Ost-Berlin gelegt, 18 Monate später erfolgte die Einweihung. Eine Gedenktafel am Torgebäude erinnern nun an die Geschichte der größten Kindereinrichtung der DDR.

Die Tafel ist in Zusammenarbeit des Vereins „Königsheider Eichhörnchen“ mit dem Heimatverein Köpenick entstanden, der sich bereits für Informationstafeln an bedeutenden Bauten im Bezirk und an den Gräbern wichtiger Persönlichkeiten eingesetzt hat.

„Rund 45 Jahre lang lebten hier Tausende Kinder und Jugendliche. Viele von ihnen erlebte hier heitere Stunden, manche aber auch sehr schicksalhafte Ereignisse. Dieser Ort ist mit vielen Lebensgeschichten verknüpft. Geschichten von Trennung, Verlust, Traurigkeit, aber auch von Hoffnung und Zuwendung“, sagte Sabrina Knüppel, Vorsitzende des Vereins Königsheider Eichhörnchen zur Übergabe der Gedenktafel. Der Verein wurde 2008 gegründet. Er kümmert sich um die Aufarbeitung und Bewahrung der Geschichte des Kinderheims. Dabei beleuchte der Verein alle Seiten, unter seinen Mitgliedern sind frühere Heimkinder, die dort erstmals ein Zuhause erlebten. Und ebenso frühere Bewohner, die wegen ihrer und der politischen Einstellung ihrer Eltern drangsaliert wurden. Der Verein hatte manchen deshalb auch bei der Antragstellung für Entschädigungszahlungen aus dem Fonds Heimerziehung in der DDR geholfen.

„Hier ist ein Begegnungsort entstanden. Ein Ort, der an die Jahrzehnte als Kinderheim erinnert. Das Thema Heimerziehung beschäftigt uns in der Politik und in der Wissenschaft seit Jahrzehnten“, sagte BV-Vorsteher Peter Groos (SPD) bei der Einweihung der Tafel.

Das Kinderheim wurde 1995 in ein Jugendzentrum umgewandelt, dessen Geschichte endete 1998 mit der Schließung. Danach wurde das Areal mit den denkmalgeschützten Bauten mehrfach verkauft, dann unter Beachtung des Denkmalschutzes zum Wohnpark umgestaltet. Die Wand- und Fensterbilder aus DDR-Zeiten sind bis heute erhalten. In einem der früheren Torhäuser gibt es seit 2018 ein Informations- und Begegnungszentrum, in dem mit einer Dauerausstellung und Veranstaltungen an die Geschichte des Kinderheims erinnert wird.

Das Zentrum in der Südostallee 146 ist dienstags von 11 bis 15 Uhr und donnerstags von 10 bis 19 Uhr geöffnet.

Veranstaltungstermine: https://stiftung-koenigsheide.de/

Und hier ein kurzes Video von der Einweihung:

Autor:

Ralf Drescher aus Lichtenberg

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