Bezirk zeigt Interesse an Kauf des beliebten Weges
Ernst-Liesegang-Ufer nach wochenlanger Sperrung wieder offen

Seit 22. Februar ist der Zugang zum Ernst-Liesegang-Ufer wieder geöffnet.
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  • Seit 22. Februar ist der Zugang zum Ernst-Liesegang-Ufer wieder geöffnet.
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Die Sperrung des Ernst-Liesegang-Ufers hat zum wiederholten Male in den zurückliegenden Wochen für ziemlichen Unmut gesorgt. Auch beim Spandauer Volksblatt meldeten sich verärgerte Leser.

Seit 22. Februar ist das Passieren zwar wieder möglich, teilte die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) als Eigentümer des "Privatwegs" mit. Die öffentliche Benutzung werde geduldet.

In den vergangenen Wochen war dies nicht der Fall. Auf einer Länge von etwa 500 Metern ab dem Lokal Salt'n Sugar in Richtung Süden war das Ernst-Liesegang-Ufer, der Wanderweg direkt am Havelufer, gesperrt. Zwei Tore versperrten den Zugang. Einige Spaziergänger fanden dennoch Wege, auf den Uferweg zu gelangen. Dieses Verhalten aber auch das Benutzungsverbot sorgte wie bereits häufiger in der Vergangenheit für Unmut. Auch beim Spandauer Volksblatt meldeten sich verärgerte Nutzer.

Grund für die Sperrung sei der schadhafte Zustand des Wegs, wusste ein Leser. Das zu ändern obliege der BImA als Eigentümer. Aber die mache da nichts und riegle einfach ab. Die Bundesimmobilienverwaltung teilte auf Anfrage des Spandauer Volksblattes mit, dass der Uferweg regelmäßig kontrolliert werde und Stolperstellen ausgebessert beziehungsweise lose Steine wieder befestigt würden. Der Weg habe sich im Laufe der Zeit immer weiter abgesenkt und werde nun unter- und überspült. Zudem trage das Wurzelwerk der Bäume dazu bei, dass der Weg angehoben und somit uneben sei.

Aufgrund des schlechten Zustandes habe die BImA bereits 2018 eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. Die Studie kam zum Ergebnis, dass die Sanierung des Privatwegs wegen seiner Lage in einem Hochwasserschutzgebiet "mit unkalkulierbarem Kosten- und Genehmigungsrisiko verbunden und aus wirtschaftlichen Gründen nicht sinnvoll ist." Schon aus diesem Grund gebe es deshalb den Radwanderweg etwas weiter im Landesinneren, der außerhalb des Überschwemmungsgebiets liegt. Weil das Benutzen in den Wintermonaten vor allem wegen Glatteis zu gefährlich sei, wird der Weg in dieser Zeit gesperrt. Wegen der milden Witterung ist er seit der letzten Februarwoche bereits wieder geöffnet.

Inzwischen bahnt sich indes ein Eigentümerwechsel an. Die BImA hat ihre Flächen in diesem Bereich, einschließlich des Uferwegs, dem Land Berlin zum Kauf angeboten. Der Bezirk Spandau habe auch einen Erwerbsantrag gestellt, erklärte die Behörde für die bundeseigenen Liegenschaften. Derzeit werde eine Wertermittlung erstellt, die bsi zum Frühjahr abgeschlossen werden soll. Anschließend könnten die Kaufverhandlungen fortgeführt werden. Das Bezirksamt bestätigt das Interesse. Der Kaufpreis scheint nicht das größte Problem zu sein, vielmehr der Zustand des Wegs. Die BImA müsse vor einem Verkauf für eine Instandsetzung sorgen, war aus dem Rathaus zu hören. Die Bundesanstalt hält es wiederum für eine "zumutbare Alternative", wenn Spaziergänger in der kalten Jahreszeit aus Gründen der Verkehrssicherheit" die Umgehung über den Radwanderweg nehmen müssen.

Der Radwanderweg bietet jedoch nicht das ganz nahe Havelpanorama, was die Spaziergänger an dem Uferweg schätzen. Ein Leser schlug daher vor, ganzjährig ein Schild aufzustellen mit dem Hinweis: "Betreten auf eigene Gefahr".

Autor:

Thomas Frey aus Friedrichshain

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