Die Märkische Scholle baut
Neues Wohnquartier entsteht als Generationen-Projekt

So soll das neue Wohnquartier „Wohnen am Turm“ einmal aussehen.
  • So soll das neue Wohnquartier „Wohnen am Turm“ einmal aussehen.
  • Foto: Computeranimation IBT.PAN
  • hochgeladen von Karla Rabe

Freitag, der 13., das vermeintliche „Unglücksdatum“ schreckte die Wohnungsgenossenschaft „Märkische Scholle“ nicht ab, den Grundstein für das Neubauvorhaben „Wohnen am Turm“ zu legen. Unmittelbar an der Stadtgrenze zu Teltow baut die Genossenschaft eine viergeschossige Rotunde, die von sechs Viergeschossern umrahmt wird.

Entlang des Wormbacher und Holtheimer Weges werden insgesamt 147 barrierearme Wohnungen in einer Größe von 44 bis 120 Quadratmetern gebaut. Darunter sind auch 15 Wohnungen, die speziell auf die Bedürfnisse von Senioren ausgerichtet sind. Der Mietpreis liegt zwischen neun und zwölf Euro nettokalt. Zum Komplex gehören auch eine Tiefgarage mit 75 Stellplätzen, ein neues Vor-Ort-Büro der Märkischen Scholle und ein Nachbarschaftstreff. Zum ersten Mal in der 99-jährigen Geschichte der Märkischen Scholle entsteht im Bestand der Genossenschaft eine rund um die Uhr betreute Wohngemeinschaft mit zwölf Plätzen für Menschen mit Demenz. Geplant ist auch eine Tagespflegeeinrichtung.

Vor dem Neubau stand der Abriss von insgesamt 122 Wohnungen. Die Häuser aus den 1930er-Jahren waren laut einem Gutachten unter wirtschaftlichen Aspekten nicht mehr sanierbar. Alle betroffenen Mieter seien mit neuem Wohnraum versorgt worden, sagte Jochen Icken, technischer Vorstand der Märkischen Scholle.

Ziel der Genossenschaft ist es, den ursprünglichen Gartenstadtcharakter der 1930er-Jahre zu erhalten. Neben Mietergärten bietet die Genossenschaft ihren Mitgliedern Möglichkeiten zum Urban Gardening. Die Genossenschaftsmitglieder und alle Anwohner wurden zuvor nach ihren Wünschen zur Außengestaltung befragt und im Rahmen einer Arbeitsgruppe in die Planung mit einbezogen.

Das Bauvorhaben „Wohnen am Turm“ soll allen Generationen ein neues Zuhause bieten. Dieses Ziel spiegelt sich in der Vielfalt der Wohnungen wider: Es gibt 1,5- bis Vier-Zimmer-Wohnungen. Der Entwurf für das neue Quartier stammt aus der Feder des Berliner Büros IBT.PAN. Das rund 35 Millionen Euro teure Bauvorhaben soll 2021 fertiggestellt sein.

Zum Bestand der Märkischen Scholle gehören in der Gartenstadt Lichtfelde Süd über 900 Wohnungen aus den 1930er- und 1960er-Jahren. Seit 2014 realisiert die Genossenschaft hier eine umfangreiche energetische und sozialverträgliche Sanierungsmaßnahme, die schon mehrfach ausgezeichnet wurde.

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