Entscheidung vertagt
Grundstücksfrage für Neubau einer Feuerwache weiter offen

Die alte Wache der Freiwilligen Feuerwehr Mahlsdorf ist zu klein. Nach einem Grundstück für einen Neubau wird seit Jahren gesucht.
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  • Die alte Wache der Freiwilligen Feuerwehr Mahlsdorf ist zu klein. Nach einem Grundstück für einen Neubau wird seit Jahren gesucht.
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  • hochgeladen von Harald Ritter

Die Freiwillige Feuerwehr Mahlsdorf braucht dringend eine neue Wache. Bei der Suche nach einem Grundstück tauchen immer wieder Probleme auf.

Zuletzt stand das Thema Anfang April auf der Tagesordung im BVV-Ausschuss für Stadtentwicklung. Linke, CDU und SPD hatten sich auf einen BVV-Antrag geeinigt, bei der Bebauungsplanung für das Gebiet zwischen der Straße An der Schule und Holz-Possling eine Änderung vorzunehmen. Das Gewergebiet soll Mischgebiet werden. Dann wäre der Eigentümer, die TLG Immobilien AG, bereit, ein Grundstück für die Feuerwehr südlich der im Bau befindlichen Oberschule an das Land zu verkaufen.

Doch auf Anraten von Bürgermeisterin Dagmar Pohle wurde die Abstimmung über den Antrag vertagt. Stattdessen wurde in einem anderen Antrag lediglich die Unterstützung für die FFW verbal bekundet. Das löste Unmut bei der Feuerwehr aus. „Wir brauchen endlich eine Entscheidung“, sagt Wachleiter Peter Scholz.

Die Feuerwache an der Donizettistraße 4 wurde auf einem Grundstück gebaut, das zur Schiller-Grundschule gehört. Die Wache ist zu klein und in einem schlechten Zustand. Der Platz reicht gerade für einen Pkw zur Ersten Hilfe und ein Löschhilfsfahrzeug. Für die Jugendfeuerwehr gibt es keinen Platz. Der Putz bröckelt und das Dach ist undicht. Wegen der Unklarheit der Zuständigkeit hat die Berliner Feuerwehr bisher kaum investiert. Reparaturen wurden meist von den Wehrleuten selbst erledigt. Voraussetzung für einen Neubau wäre ein größeres Grundstück, das eindeutig der Feuerwehr zugeordnet werden kann. „Es müsste mindestens 5000 Quadratmeter groß sein und nördlich der B1/B5 liegen“, definiert Scholz. Letzteres sei wichtig, um die Alarmierungszeiten einzuhalten. Alle Mitglieder wohnen nördlich der B1/B5. Pohle sträubt sich gegen die Umwandlung des Gewerbegebiets. Auf der Ausschusssitzung nannte sie „technisch-formelle Gründe“. Unter der Hand ließ sie durchblicken, dass sie den Verlust weiterer Gewerbeflächen befürchtet. „Wenn die Fläche Mischgebiet wird, kann der Käufer des Rests Wohnhäuser bauen und Gewerbe kann sich nicht ansiedeln“, so ein Ausschussmitglied. Die Bürgermeisterin versprach, demnächst einen Alternativvorschlag vorzulegen. „Hoffentlich meint sie nicht ein Grundstück auf der anderen Seite der B1/B5“, sagt Scholz. Das sei schon diskutiert, aber von der Feuerwehr verworfen worden.

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