Tümpelweg, Schälingsweg, Falkenberger Fußsteig
Wege in drei Lichtenberger Landschaftsgebieten wurden benannt

Der Hochhauskiez ist nicht weit. Aber von Wartenberg aus führen viele - inzwischen benannte - Wege in die Natur, vorbei an grasenden Rindern.
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  • Der Hochhauskiez ist nicht weit. Aber von Wartenberg aus führen viele - inzwischen benannte - Wege in die Natur, vorbei an grasenden Rindern.
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Bereits im Jahr 2015 hatte der Bezirk beschlossen, dass die Wege in der Malchower Aue, in der Wartenberger und Falkenberger Feldmark nicht länger unbenannt bleiben sollen. Nun ist auch das letzte grün-weiße Namensschild in Malchow aufgestellt worden.

Lichtenberger, die pure Natur genießen wollen, müssen gar nicht kilometerweit reisen. Wenige Minuten mit dem Auto, wahlweise ein paar Stationen mit S-Bahn, Bus und Tram genügen, um nach Malchow, Wartenberg oder auch Falkenberg zu gelangen. Von dort aus lässt es sich bereits wunderbar durch Wald, Wiesen und weite Felder spazieren.

Doch Berlins nordöstlicher Stadtrand zählt bislang nicht zu den favorisierten Ausflugszielen. Jetzt sind in der Malchower Aue, in der Falkenberger und Wartenberger Feldmark die bislang „anonymen“ Wege benannt worden – was Wanderern zumindest die Orientierung erleichtern dürfte. Auch eine Route zu planen, gestaltet sich nun praktischer.

Erholung statt hipper Festivals

„Wir machen uns keine Illusionen, dass diese Gegend einmal zum touristischen Highlight der Stadt werden könnte“, sagte Umweltstadtrat Wilfried Nünthel (CDU) bei einem Besuch im Straßendorf Malchow. Dort verläuft der Malchower Teichweg, er ist einer von 20 Wegen durch die drei genannten Landschaftsgebiete, die neu mit Namenschildern ausgestattet wurden. „Wer echte Ruhe und Erholung im Grünen sucht, der ist hier aber richtig. Wir geben uns Mühe, unsere Naherholungsgebiete erlebbarer zu machen – Festivals oder ähnliche Attraktionen wird es hier jedoch nicht geben.“

Nach einem Beschluss der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) im Herbst 2015 hatte das Stadtentwicklungsamt das Umweltbüro Lichtenberg mit der Aufgabe betraut, über die geplante Benennung der Wege in Malchow, Warten- und Falkenberg zu informieren und die Lichtenberger daran zu beteiligen. Ein Aufruf wurde in der Lokalpresse und auf der Seite des Umweltbüros veröffentlicht. „Innerhalb von sechs Wochen gingen per Telefon, E-Mail, herkömmlicher Post und in Gesprächen zahlreiche Ideen bei uns ein“, erzählt Doreen Hantuschke vom Umweltbüro.

Bürger machten Vorschläge

Aus den Vorschlägen entstand eine Liste, die Mitglieder des Kulturausschusses wählten daraus ihre Favoriten. Die Wartenberger Feldmark wurde schon im vierten Quartal 2017 fertig beschildert. Jetzt stehen die grün-weißen Zeichen auch an den Wegen der Falkenberger Feldmark und Malchower Aue. Darauf sind Namen zu lesen wie Tümpel- und Grenzweg, Am Alten Malchower Graben, Luch- und Schälingsweg, Falkenberger Fußsteig, Ahornallee und Zehnrutenweg.

Eine besondere Benennung ehrt Max und Herta Naujocks. Das Ehepaar hatte während der Zeit des Nazi-Terrors Juden versteckt. Manch alteingesessenem Dorfbewohner dürften die Wegenamen gar nicht so neu erscheinen. Nur ein Teil ist Resultat des Bürgeraufrufs, die andere Hälfte heißt schlichtweg so, wie es im Volksmund schon lange üblich war.

Eine Liste mit sämtlichen Namen und eine Wege-Karte finden Interessierte unter http://asurl.de/144-.

Der Hochhauskiez ist nicht weit. Aber von Wartenberg aus führen viele - inzwischen benannte - Wege in die Natur, vorbei an grasenden Rindern.
Der Name Malchower Teichweg ist jetzt offiziell, das Schild druckfrisch. Umweltstadtrat Wilfried Nünthel überzeugte sich jüngst davon.
Autor:

Berit Müller aus Lichtenberg

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