Alles zum Thema Kiezkompass

Beiträge zum Thema Kiezkompass

Leute
Andrea Krug und Dagmar Schadenberg machen seit 25 Jahren Bücher für Frauen, die Frauen lieben.
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"Wie gut, dass es euch gibt"
Seit 25 Jahren besteht der Verlag Krug & Schadenberg für lesbische Literatur

„Die Begine war proppenvoll“, schwärmt Andrea Krug von der Jubiläumsfeier am 15. Oktober im Frauenkulturtreff an der Potsdamer Straße. Krugs Verlag, den sie gemeinsam mit Dagmar Schadenberg führt, feierte sein 25-jähriges Bestehen. Der Verlag Krug und Schadenberg konzentriert sich seit seinem Bestehen auf lesbische Literatur. Im Gründungsjahr sei das noch etwas ganz Besonderes gewesen, erinnert sich Andrea Krug. „Damals gab es vielleicht zwei, drei Frauenverlage, die ein lesbisches...

  • Schöneberg
  • 19.10.18
  • 50× gelesen
Kultur
Die "Thurm Strasse" im Berlin-Plan des Bibliographischen Instituts, 1832.

Verbreiteter Irrtum
Turmstraße keine Sichtachse zwischen Türmen

Rechnet man von der Ansiedlung der französischen Glaubensflüchtlinge, so feiert Moabit in diesem Jahr sein 300-jähriges Bestehen. Das Jubiläum veranlasst, die zentrale Straße im Ortsteil, die Turmstraße, einmal näher zu betrachten. Der Hobbyhistoriker Wolfgang Herrmann hat eine interessante Entdeckung hinsichtlich der Namensgebung der Magistrale gemacht und räumt gleichzeitig mit einem landläufigen Irrtum auf. Grundlage für Herrmanns Recherchen sind ausschließlich historische Landkarten und...

  • Moabit
  • 14.10.18
  • 773× gelesen
Sport
Mit guten Wünschen auf den Weg geschickt: Die Wasserspringer Lou Massenberg und Elena Wassen sowie Schwimmer Maurice Ingenrieth wurden vor ihrer Abreise nach Buenos Aires von Schulstadtrat Wilfried Nünthel, Schulleiterin Gudrun Götze und Bürgermeister Michael Grunst verabschiedet.
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Edelmetall im Visier
Sechs Schüler starten bei „Youth Olympic Games“ in Buenos Aires

Von den Olympischen Spielen in Rio brachten Absolventen sechs Medaillen mit nach Hause, auch bei der Winter-Version in Pyeongchang kletterten Sportler aufs Treppchen, die ihren Schliff dem Schul- und Leistungssportzentrum Berlin (SLZB) verdanken. Jetzt sind sechs Schüler aus Alt-Hohenschönhausen nach Buenos Aires gereist. Sie wollen bei den „Youth Olympic Games“ kräftig abräumen. Die argentinische Hauptstadt ist vom 6. bis 18. Oktober Schauplatz eines der größten internationalen...

  • Alt-Hohenschönhausen
  • 08.10.18
  • 147× gelesen
Leute
Natürlich schlüpft Jürgen Hilbrecht während der Vorstellung auch in die Uniform des falschen Hauptmanns.
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Der Hauptmann ist sein Beruf
Jürgen Hilbrecht erinnert mit eigenem Theaterstück an die "Köpenickiade"

Jürgen Hilbrecht (75) ist der Hauptmann von Köpenick. Zumindest wurde er als dieser in den letzten 25 Jahren weit über den Bezirk hinaus bekannt. Zugegeben, es gibt noch weitere Darsteller, die in preußischer Uniform an den Ganovenstreich des Schuhmachers Wilhelm Voigt vom 16. Oktober 1906 erinnern. Aber keiner tut das mit so viel Akribie und Ausdauer. „Schließlich ist der Hauptmann von Köpenick das Aushängeschild des Bezirks, am Rathaus erinnern ein Denkmal und eine Gedenktafel an ihn. Zwei...

  • Köpenick
  • 04.10.18
  • 70× gelesen
Kultur
Atzpodienstraße und Fanningerstraße kennen auch viele Nicht-Lichtenberger – vor allem, weil das Gelände des Sana Klinikums angrenzt, das früher Oskar-Ziethen-Krankenhaus hieß.
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Der Gutsbesitzer Atzpodien
Warum eine Straße nach ihm benannt wurde

In Zeiten, als sich Taxifahrer noch ohne Navigationsgerät zurechtfinden mussten, kannten selbst die ahnungslosesten Kollegen diese Lichtenberger Straße, wenn auch die Aussprache variierte: die Atzpodienstraße, die damals zum Oskar-Ziethen-Krankenhaus führt, heute besser als Sana Klinikum bekannt. Woher kommt der ungewöhnliche Name? Hermann Theodor Waldemar Atzpodien (1834 bis 1910) wurde eine nicht alltägliche Ehre zuteil: Nach dem Zimmermeister und Kommunalpolitiker benannte die Gemeinde...

  • Lichtenberg
  • 23.09.18
  • 218× gelesen
Kultur
Das Projekt ist ihr eine Herzensangelegenheit: Nora Gaydukova, Initiatorin der "Moabiter Dichter".

Literatur, die verbindet
Moabiter Dichter“ machen von sich Reden

Sie fallen nicht weiter auf im Straßenbild. Aber sie sind inzwischen eine recht große Minderheit in Moabit: Menschen aus Russland und den ehemaligen Sowjetrepubliken. Viele von ihnen sind jüdischen Glaubens. Zu ihnen gehört Nora Gaydukova. Sie hat ein völkerverbindendes Kulturprojekt aus der Taufe gehoben. Die „Moabiter Dichter“ sind eine zweisprachige Literaturgruppe, eine deutsch-russische Literaturwerkstatt zur gegenseitigen Inspiration. Aber vor allem wollen sie Vermittler zwischen der...

  • Moabit
  • 21.09.18
  • 54× gelesen
Umwelt
Blick auf den Pergola-Freisitz im Garten.
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Grün, grüner, Contag
Berlins schönstes Firmengelände ausgezeichnet

Berlins schönstes Firmengelände liegt in Spandau. Für ihren Erholungspark ist das Familienunternehmen „CONTAG AG“ jetzt prämiert worden. Grün, grüner, CONTAG: Das mittelständische Familienunternehmen am Päwesiner Weg legt viel Wert auf Natürlichkeit, Nachhaltigkeit und darauf, dass seine Mitarbeiter sich am Arbeitsplatz wohlfühlen. Denn jeder kluge Firmenchef weiß, auch damit ist man wirtschaftlich erfolgreich. Darum hat Bauherr Andreas Contag mit Landschaftsarchitekten der Planungsgruppe...

  • Spandau
  • 12.09.18
  • 122× gelesen
Leute
Rainer Funk ist begeisterter Hobby-Imker. In jeder seiner Beute wohnt ein Bienenvolk.
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Fasziniert von Bienen:
Rainer Funk imkert leidenschaftlich gern und trägt zum Erhalt der Natur bei

Wenn die Obstbäume in den Gärten der Häuser im Umkreis des Hindenburgdammes nahe der Kreuzung Goerzallee und Drakestraße besonders ertragreich sind, ist das nicht zuletzt den Bienen von Rainer Funk zu verdanken. Der Hobby-Imker hält in seinem Garten am Hindenburgdamm derzeit zwölf Bienenvölker. Zu jedem Volk gehören zirka 40 000 Bienen. „Als es hier keine Bienen gab, war auch an den Obstbäumen nichts dran. Jetzt tragen die Obstbäume wieder gut“, sagt Funk, der seit 2009 leidenschaftlich...

  • Steglitz
  • 08.09.18
  • 73× gelesen
Leute
Matthias Steuckardt

Mit Matthias Steuckardt, Vorsitzender der CDU-Fraktion in der BVV, im Gespräch
Von schönen Orten und wüsten Ecken

Wir treffen Matthias Steuckardt am Viktoria-Luise-Platz. Das Gespräch mit dem Vorsitzenden der CDU-Fraktion in der Bezirksverordnetenversammlung dreht sich um seinen Lieblingsort – und natürlich um Bezirkspolitik. Er verrät, dass er sich zum Entspannen früher gerne auf dem Rasen des Platzes niedergelassen hat. „Obwohl man das eigentlich nicht darf“, sagt Steuckardt. Der „Vicky“ ist ein geschütztes Gartendenkmal. „Der Ort ist wunderschön“, schwärmt der 38-Jährige; wegen seiner...

  • Schöneberg
  • 01.09.18
  • 131× gelesen
Sport
Imke Grzemba vom Ingenieurbüro R316 klebt Metalleinsätze in die Pfosten für die künftigen Sonnensegel auf dem Panke-Platz.
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Sonnensegel zum Entspannen
Bucher Ehrenamtliche machen den Panke-Platz an der Walter-Friedrich-Straße attraktiver

Auf dem Panke-Platz können junge Leute demnächst unter Sonnensegeln spielen, diskutieren oder einfach nur entspannen. „Die neuen Sonnensegel bauen wir gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen aus der Nachbarschaft“, sagt Franziska Myck. Sie koordiniert die Arbeit des Bildungsverbundes Buch. Unter Anleitung von jungen Architekten wurden zunächst Betonfüße gegossen. In diese werden die Befestigungspfähle für die Segel eingeklebt. Danach werden witterungsbeständige Stoffe zugeschnitten und die...

  • Buch
  • 27.08.18
  • 60× gelesen
Wirtschaft
Silvio Schobinger hat das über 100 Jahre alte Fabrikgebäude des Goerzwerkes zu neuem Leben erweckt.
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„Eine schöne Gemeinschaft“
Im alten Goerzwerk sind inzwischen rund 110 Unternehmen heimisch geworden

Der Gebäudekomplex des Goerzwerkes steckt voller kreativer Energie und Innovation. Eigentümer Silvio Schobinger, der das über 100 Jahre alte Fabrikgelände gemeinsam mit seinem Bruder Mario kaufte, hat es in kurzer Zeit geschafft, das Industriedenkmal zu neuem Leben zu erwecken. Jetzt will er den Geist, der im neuen Goerzwerk steckt, mit interessanten Projekten nach außen tragen. Als Silvio Schöbinger 2015 das leerstehende Gebäude des Optikunternehmens „Optische Anstalt C. P. Goerz“ in der...

  • Steglitz
  • 23.08.18
  • 294× gelesen
Leute
Die Gedenktafel am Kaufhaus Woolworth erinnert an Johann Peter Süßmilch. Er gilt als Vater der deutschen Statistik.
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Vater der deutschen Statistik
Eine Tafel am Kaufhaus Woolworth erinnert an Johann Peter Süßmilch

An der Ecke Teltower Damm und Berliner Straße, dort wo heute das Kaufhaus Woolworth steht, befand sich bis 1929 der Zehlendorfer Erbbraukrug, das Geburtshaus von Johann Peter Süßmilch (107-1767), einem evangelischem Pfarrer, Statistiker und Demograph. Er gilt als Wegbereiter der Bevölkerungsstatistik. Eine Gedenktafel erinnert an ihn. Süßmilch studierte in Halle und Jena Medizin, Jura und Theologie. Im Ersten Schlesischen Krieg diente er 1741 als Feldprediger, danach war er Pfarrer in Etzien...

  • Zehlendorf
  • 16.08.18
  • 83× gelesen
Sport
125-jähriges Bestehen, da darf man schon einmal laut geben.
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Einzigartig – gestern wie heute
Damen-Schwimmverein Nixe feiert 125-jähriges Jubiläum

Der Charlottenburger Damen-Schwimmverein „Nixe“ feiert in diesem Jahr seinen 125. Geburtstag. Das Alter beeindruckt generell, im Speziellen aber noch stärker: Der Verein gründete sich zu einer Zeit, in der Frauen im Becken als „unzüchtig“ galten. Wenn die älteren Geschwister einem Sport nachgehen, ziehen die jüngeren gerne nach. Diesem Umstand ist es zu verdanken, dass es die Nixen gibt. Im Jahr 1893 beschlossen fünf Mädchen nach einem Besuch des „Damenbads des Kochsees“ – ein künstlich...

  • Charlottenburg
  • 07.08.18
  • 102× gelesen
Kultur
Blick in einen Hof der Flusspferdhofsiedlung. Sie liegt im Märkischen Viertel, allerdings nicht an einer Straße mit märkischem Ortsnamen, sondern an der Große-Leege-Straße.
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Nicht nur in Reinickendorf
Auch Lichtenberg hat ein Märkisches Viertel

Wenn vom Märkischen Viertel die Rede ist, denkt der Berliner an die Großsiedlung im Bezirk Reinickendorf, die einen kompletten Ortsteil benennt. Aber auch in Lichtenberg gibt es ein Viertel dieses Namens. Märkisches Viertel heißt ein Quartier in Alt-Hohenschönhausen, nördlich der Landsberger Allee. Und zwar, weil zwischen Gensler- und Bahnhofstraße, Konrad-Wolf- und Altenhofer Straße zahlreiche Verkehrswege nach märkischen Ortschaften benannt sind: Werneuchen, Wriezen, Liebenwalde, Bad...

  • Alt-Hohenschönhausen
  • 06.08.18
  • 531× gelesen
Wirtschaft
Mirella Bünger fertigt in der Granola-Manufaktur im Kiez in Lichterfelde diverse Sorten Bio-Müsli an.
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Eine Spur Exotik im Kiez
Mirella Bünger hat in der Granola-Manufaktur ihre Passion gefunden

Sie tragen klangvolle Namen und duften verführerisch: Bali Dream, Sommer Love oder Indian Delight heißen die frisch gerösteten Granola-Kreationen von Mirella Bünger. Die 43-Jährige bringt mit ihrer Goldkörner-Manufaktur ein bisschen Exotik in den Kiez zwischen Lichterfelde-Ost und Lichterfelde-West. Hergestellt wird das frisch geröstete Bio-Müsli mitten im Kiez Hindenburgdamm, Goerz- und Finckensteinallee. In der Finckensteinallee 1 hat Mirella Bünger in diesem Frühjahr ihre...

  • Lichterfelde
  • 05.08.18
  • 287× gelesen
Soziales
Die Hochzeitsvilla ist ein äußerst beliebter Ort zum Heiraten. Die Lehnschulzentochter Sidonie Scharfe ließ das Gebäude 1892 errichten.
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Villa der Sidonie Scharfe
Vom Lehnschulzengut zum klassizistischen Prachtbau

Einer der schönsten Orte in Berlin für eine standesamtliche Trauung liegt in Zehlendorf Mitte. Am Teltower Damm 10, direkt am Dorfanger, steht die sogenannte Hochzeitsvilla, auch Villa Sidonie genannt. Das frühklassizistische Gebäude verfügt über zwei repräsentative Hochzeitszimmer mit jeweils 16 Sitz- und neun Stehplätzen. Trauungen finden montags bis freitags sowie jeden ersten Sonnabend im Monat statt, außer im November und von Januar bis März. Interessenten für die Sonnabende sollten...

  • Zehlendorf
  • 23.07.18
  • 128× gelesen
Kultur
Viktoria Kolzer und ihr Mann Jean, hier mit Sohn Oskar, halfen einer jungen Jüdin, sich vor der Gestapo zu verstecken.
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Stille Helden des Widerstands
Seit Kurzem erinnert eine Gedenktafel an Familie Kolzer

Ein Foto mit drei Personen darauf und ein kurzer Text auf Deutsch und Englisch: Die zweiteilige Acryltafel an der Hausnummer 28 in der Nollendorfstraße kann der Vorübergehende kaum übersehen. Die Erinnerungstafel rechts der Eingangstür konfrontiert mit einem noch immer weitestgehend unbekannten Kapitel der Nazizeit: den „stillen Helden des Widerstands“. Menschen wie Viktoria und Jean Kolzer und ihr Sohn Oskar. Am 22. November 1943 nahm die Familie die 19-jährige jüdische Vollwaise Hanni...

  • Schöneberg
  • 15.07.18
  • 187× gelesen
Leute
Pia Sonntag in ihrer Öko-Oase, der Öko-Kleingartenanlage "Wildkraut". Vor über zehn Jahren schuf sie sich hier ein kleines Paradies.
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Öko-Pionierin am Stadtrand
Pia Sonntag war die erste Pächterin der Kleingartenanlage "Wildkraut"

Die Kleingartenanlage „Wildkraut“ ist anders als übliche Kolonien.  Sie bewirtschaften ihre Parzellen nach ökologischen Prinzipien und geben auch Wildkräutern eine Chance. Eine der Öko-Gärtnerinnen ist Pia Sonntag. Sie war eine der ersten, die sich hier eine Parzelle sicherte. Die Öko-Oase liegt am Stadtrand zwischen den Hochhäusern am Ostpreußendamm und dem Teltowkanal. Englischen Rasen, Normhecken und akkurat angelegte Gemüsebeete gibt es hier nicht. Stattdessen bestimmen hier...

  • Lichterfelde
  • 12.07.18
  • 145× gelesen
Kultur
Im Lorbeerkranz: Helmuth Karl Bernhard von Moltke an der gleichnamigen Brücke über der Spree.

Hier wacht der große Schweiger
Porträtkopf eines preußischen Militärs ziert eine Spree-Brücke

Wir haben mal wieder eine Spreefahrt unternommen. Der Ausflug auf dem blauen Band der Stadt ist immer lohnend – auch für Einheimische – und bringt die Erkenntnis: Vom Wasser aus ist Berlin am schönsten. Heiter also ist die Stimmung auf der Fahrt unter den vielen Brücken. An einer aber wird man sehr streng angeschaut. Auf den Zentimeter genau fährt das Ausflugsschiff auf den Schlussstein im mittleren Brückenbogen zu. Es ist die Begegnung mit einem ernsten alten Mann im Lorbeerkranz. Sein Kopf...

  • Moabit
  • 10.07.18
  • 84× gelesen
Kultur
Stolpersteine sind für sie eine Art Friedhof. Suzy Sprecher (Mitte) und ihr Mann Nico (rechts) kommen fast jedes Jahr in die Münchener Straße 48. Dieses Mal haben auch die Historikerinnen Christine Meibeck und Alina Bothe (links) teilgenommen.

Ausgewiesen 1938
Historiker bereiten Ausstellung vor

Dieses Treffen war etwas Besonderes. Es diente der Vorbereitung einer Ausstellung und eines Vortrags. Nahezu jedes Jahr kommen Suzy und Nico Sprecher an das „Grab“ der Großeltern und der beiden Onkel von Suzy. „Grab“ nennen sie die Stolpersteine, die vor dem Haus in der Münchener Straße 48 verlegt sind und an ihre von den Nazis ermordete Familie erinnern. Die Großeltern Hermann und Jenny Goldberger lebten hier vor ihrer Deportation. Die Stolpersteine sind für sie eine Art Friedhof, ein Ort...

  • Schöneberg
  • 05.07.18
  • 179× gelesen
Kultur
Holger Anschütz , der Urenkel von Ottomar Anschütz, streitet für ein Ehrengrab.
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Film- und Fotopionier ohne Ehrengrab
Urenkel von Ottomar Anschütz bemüht sich seit 2016 um erneute Würdigung

Wie berichtet, hat der Berliner Senat das über 100 Jahre alte Ehrengrab für Ottomar Anschütz auf dem Friedenauer Friedhof an der Stubenrauchstraße von der Berliner Ehrengrabliste gestrichen. Es gibt Bemühungen der grünen Politiker im Bezirk, das rückgängig zu machen. Jetzt hat sich auch der Urenkel des Foto- und Filmpioniers, Holger Anschütz, zu Wort gemeldet. „Seit 2016 versuche ich mit Hilfe von verschiedenen Museen und Persönlichkeiten zu erreichen, dass die Grabstätte wieder als...

  • Friedenau
  • 24.06.18
  • 84× gelesen
Bauen
Das Hallenbad an der Clayallee war mit acht Millionen Euro das teuerste in West-Berlin.
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Das teuerste Hallenbad West-Berlins
Der Altbezirk Zehlendorf erhielt 1966 ein eigenes Schwimmbad

Zehlendorf war der letzte West-Berliner Bezirk, der ein eigenes Stadtbad erhielt. Es wurde 1966 in der Clayallee 330 eröffnet, die Bauzeit betrug drei Jahre. Die Pläne stammen vom Architekten Rainer Gerhard. Der Bau war sehr funktional, und die neuesten technischen Erkenntnisse wurden berücksichtigt. Zur Straße hin stand ein niedriger Eingangskomplex mit viel Glas, die Schwimmhalle öffnete sich zur Grünanlage auf der Rückseite hin als hoher Kubus mit großen Fenstern. In den 1960er-Jahren...

  • Zehlendorf
  • 26.05.18
  • 264× gelesen
Leute
Susanne Riedel sitzt gern im Hof des GM26. Das etwas andere Café in der Gutsmuthsstraße ist einer ihrer Lieblingsorte in Steglitz.
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Autorin Susanne Riedel hat im GM 26 einen Lieblingsort gefunden
„Hier ist alles so schön schräg“

Sie ist ein Steglitzer Urgestein. Susanne Riedel ist am Hindenburgdamm aufgewachsen und lebt jetzt mit Mann und zwei Söhnen in der Nähe des Stadtparkes Steglitz. Die 47-Jährige „ist Schreiberin, Sozialarbeiterin und manches mehr“ – so steht es auf ihrer Homepage. Ihr Fokus liegt jetzt auf dem Schreiben. Treffpunkt GM 26. Das kleine und hippe Steglitzer Café in der Gutsmuthsstraße bringt ein wenig Mitte-Flair in den bürgerlichen Südwesten. Im gepflasterten Hof stehen kleine Holztische,...

  • Steglitz
  • 25.05.18
  • 201× gelesen
Kultur
Die Villa an der Glasower Straße 27 wurde 1905 nach Entwürfen von Franz Weeren gebaut. Gutsbesitzer nachahmend, wollten damals etliche Fabrikanten ihren Wohnort neben ihrem Betrieb haben.
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Geschichte der Villa Weeren: Ein Zeitzeuge erinnert sich

Zwischen der Delbrück- und der Glasower Straße wird gebaut: Auf dem Gelände des ehemaligen Eisenwerks Franz Weeren entstehen Wohnungen. Mittendrin die alte Fabrikantenvilla aus dem Jahr 1905, in der das „Brauhaus Rixdorf“ seinen Sitz hat oder besser: hatte. Denn der Betreiber hat vor kurzem aufgegeben, die Gaststätte samt Biergarten ist verwaist. Sehr zum Leidwesen von Paul Fröhlich. Den 80-jährigen Neuköllner verbindet eine ganz besondere Geschichte mit dem Gebäude. Er weiß auch, warum es...

  • Neukölln
  • 21.05.18
  • 642× gelesen
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