Landschaftsschutz in der Feldmark will nicht gelingen

Bereits vor über zwei Jahrzehnten wurde Landschaftsschutz für die Marienfelder Feldmark beschlossen. Umgesetzt wurde Beschluss bisher nicht.
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  • Foto: HDK
  • hochgeladen von Horst-Dieter Keitel

Lichtenrade. Zwecks dauerhafter Sicherung der Marienfelder Feldmark soll das Bezirksamt beim Senat die Ausweisung als Landschaftsschutzgebiet beantragen. Das hat der BVV-Ausschuss für Straßen, Verkehr, Grün und Umwelt beschlossen. Mal wieder, muss man sagen.

Schon vor beinahe 22 Jahren, am 1. November 1995, schrieb das damalige Bezirksamt Tempelhof die Feldmark im Landschaftsplan (XII-L-1) als Landschaftsschutzgebiet fest und wollte das Gelände formell und offiziell als Schutzgebiet ausweisen lassen. Die entsprechenden Schritte wurden eingeleitet, verliefen dann aber im Sande.

Und das nicht nur einmal: In den vergangenen zwei Jahrzehnten gab es erneut einige Vorstöße in der Bezirksverordnetenversammlung (BVV). Ohne Erfolg. Warum das so ist oder von wem das möglicherweise verschlampt wurde, „ist nicht mehr zu klären", gab der zuständige Stadtrat Oliver Schworck (SPD) bereits 2014 zu Protokoll. Dabei ist es bis heute geblieben.

Beispielsweise forderten die Grünen nach fast 13 Jahren 2008 erneut, dass der Plan wie 1995 festgelegt, endlich umgesetzt und die Marienfelder Feldmark offiziell als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen wird. Was die BVV dann auch einstimmig beschlossen hatte. Aber nichts passierte. Inzwischen, nach mehreren Wechseln der Stadt- und Bezirksregierungen im 21. Jahrhundert angekommen, hatte die BVV 2014 einem gemeinsamen Antrag von Grünen, SPD und Piraten zugestimmt und den einstimmigen Beschluss von 2008 erneuert. Aber auch daraus ist nichts geworden, wie drei Jahre später wohl festgestellt werden muss.

Nun gibt es aktuell einen weiteren Anlauf, um die Reste der in den vergangenen Jahrzehnten, insbesondere während der Teilung der Stadt, schon arg geschrumpften Feldmark zu sichern. Von der ehemals rund 300 Hektar großen Feldmark sind nur noch etwa 55 Hektar südlich des Schichauwegs übrig. Laut einer Beschlussempfehlung des Ausschusses für Straßen, Verkehr, Grün und Umwelt, hat die BVV beschlossen (nur die FDP-Fraktion stimmte dagegen), erneut die Ausweisung als Landschaftsschutzgebiet bei der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz beantragen. Man darf gespannt sein. HDK

Autor:

Horst-Dieter Keitel aus Tempelhof

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