Fotoausstellung
Schaufenster der Wendezeit im Museum Lichtenberg

Der 30. Jahrestag des Mauerfalls naht. Einer, der in der Wendezeit viel mit seiner Kamera unterwegs war, ist der Berliner Fotograf Lothar M. Peter. Das Museum Lichtenberg in der Türrschmidtstraße 24 zeigt derzeit eine kleine Auswahl seiner Bilder im „Schaufenster“ neben dem Eingang.

Die Schwarz-Weiß-Aufnahmen wurden aus mehreren Hundert ausgewählt, die zwischen 1985 und 1995 entstanden. Diese „Fotografien der Wendezeit“ sind ungewöhnliche Dokumente. Nicht die Mauer und ihre Zerstörung stehen im Fokus, sondern die Reaktionen und Emotionen von Menschen aus Ost und West. Lothar M. Peter schaut durch seine Kamera in glückliche und euphorische, aber auch nachdenkliche und verwirrte Gesichter.

Die Aufnahmen spiegeln die menschliche Dimension der Ereignisse im November 1989 wieder. Sie sind Zeugnisse einer bewegenden und bedeutenden Zeit. Darüber hinaus zeigen sie Lothar M. Peters intensive künstlerische Auseinandersetzung mit dem Medium Fotografie. Er stellt seine Bilder in den Kontext der Bildenden Kunst und macht sie zu einem Experimentierfeld. So begleitet und hinterfragt Peter das Geschehen kritisch und mit bisweilen hintersinnigem Humor.

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