Abgang des "Masterminds"
Philipp Bouteiller verlässt das Flughafenprojekt

An der einstigen Rollbahn entsteht ein Naturschutzgebiet.
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  • An der einstigen Rollbahn entsteht ein Naturschutzgebiet.
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  • hochgeladen von Thomas Frey

Zehn Jahre war Philipp Bouteiller Geschäftsführer der Tegel Projekt GmbH. Den größten Teil dieser Zeit wusste er nicht, wann die Ideen und Planungen für die Zukunft des Airport-Areals Wirklichkeit werden können.

Inzwischen ist der Flughafen Geschichte, die Tegel Projekt GmbH seit August Eigentümer des Geländes. Das erste Bebauungsplanverfahren wurde jetzt abgeschlossen. Parallel dazu kündigte Philipp Bouteiller an, dass er das Unternehmen zum 31. März verlässt.

Dieses großartige Projekt mit einem einzigartigen Team zu erarbeiten und durch alle Durststrecken zu führen wäre eine echte Freude und ein großes Privileg gewesen, ließ sich Bouteiller zitieren. Konkrete Angaben zu seinen weiteren Plänen machte er nicht. Nur, dass er sich auf andere Herausforderungen freue und die Zukunft von Tegel bei seiner seit 2021 amtierenden Co-Geschäftsführerin Gudrun Sack "in besten Händen" wisse.

"Wir bedauern und respektieren seine Entscheidung", erklärte wiederum Gudrun Sack. Sie würdigte Philipp Bouteiller als "Mastermind hinter Berlin TXL". Das Unternehmen sei stabil aufgestellt und alle Maßnahmen würden nach Plan verlaufen. Das bezog sich auch auf den ersten festgesetzten Bebauungsplan. Er gilt für knapp 23 Hektar und umfasst den einstigen Kernbereich des Flughafens, nämlich die Terminalgebäude A, B, D und E, den Tower, die angrenzenden Freiflächen sowie Teile der Zufahrt. Er soll als Forschungs- und Hochschulstandort sowie für Gewerbe und Dienstleister in diesem Bereich das künftige Zentrum der sogenannten "Urban Tech Republic" werden. Erste Bauarbeiten wird es voraussichtlich 2024 geben.

Ebenfalls für 2024 hat die Grün Berlin GmbH die mögliche Öffnung von Teilbereichen auf dem seit 15. Dezember von ihr verantworteten 152 Hektar des ehemaligen Flughafengeländes angekündigt. Sie befinden sich im Bereich des nördlichen Flug- und Rollfelds und sollen unter dem Namen Tegeler Stadtheide zu einem Natur- und Landschaftsschutzgebiet, mit Bildungsangeboten sowie Raum für Freizeitaktivitäten umgewandelt werden.

Ab Januar werde abschnittsweise die Beräumung des Bodens von Kampfmitteln beginnen, teilte die Grün Berlin mit. Nicht nur während dieser Arbeiten sorge eine ökologische Baubegleitung dafür, dass Brutzeiten und Vegetationsperioden der auf dem Areal ansässigen schützenswerten Pflanzen- und Tierwelt berücksichtigt werde. Die Gesamtkosten für die Entwicklung der Tegeler Stadtheide werden mit 48,5 Millionen Euro angegeben.

Autor:

Thomas Frey aus Friedrichshain

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