Filigrane Arbeit mit der Kettensäge
Unterstand aus heimischem Holz ist fertig

Alexander Schnurrock, Förster Frank Mosch, Vanessa Miericke, Forstwirtschaftsmeister Guido Horn, Sophia Faberski und Adrian Becker gehörten zum Hüttenbauteam.
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  • Alexander Schnurrock, Förster Frank Mosch, Vanessa Miericke, Forstwirtschaftsmeister Guido Horn, Sophia Faberski und Adrian Becker gehörten zum Hüttenbauteam.
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Die baufällig geworden Regenschutzhütte zwischen den Wildgehegen an der Revierförsterei Tegelsee, Schwarzer Weg 80, hat einen Nachfolger – errichtet aus Tegeler Holz von Auszubildenden der Berliner Forsten.

Wer sich bei Regen zwischen den Tegeler Wildgehegen unterstellt, kann durchaus noch den einen oder anderen Tropfen abbekommen. In einem Dachbrett ist ein kleines Loch zu sehen. „Das hier ist alles naturbelassen“, schwärmt Forstwirtschaftsmeister Guido Horn, der die Auszubildenden beim Hüttenbau anleitete. So war es auch ein Tabu, die Hütte mit Dachpappe einzudecken. Nur am Boden sind die Bretter gegen eindringende Feuchtigkeit geschützt.

Auch auf die Utensilien, die sich der Heimwerker sonst im Baumarkt besorgt, wie Schrauben und Nägel, wurde weitgehend verzichtet. Die Stämme, zumeist Kiefern, wurden so bearbeitet, dass sie quasi wie Lego-Steine aufeinander gesteckt werden konnten. Für den sicheren Halt sorgen Zapfen, und nur, wo es unbedingt notwendig war, kam dann auch mal eine Schraube zum Einsatz.

Im Rahmen der Ausbildung war die Herstellung der Hütte dann auch etwas Besonderes: „Dabei lernen unsere Leute, dass man mit einer Kettensäge auch filigran arbeiten kann“, sagt Horn. Besonderer Clou im Inneren: Ein Eichenstumpf wurde zum Tisch umfunktioniert.

Für Revierförster Frank Mosch ist die Hütte die neue Attraktion zwischen den Wildgehegen, in denen Wildschweine, Muffel-, Rot- und Schwarzwild beobachtet werden kann. Um die Tiere können sich die Besucher übrigens auch selbst kümmern. Am Rand des Wildschweingeheges steht ein Automat, aus dem sich Futter ziehen lässt. Nur dieses darf von Besuchern in die Gehege geworfen werden. Noch lieber sind dem Förster Futterspenden wie Fallobst. Das sollte dann aber nicht zu den Gehegen gebracht werden, sondern in den Behälter am Eingang zur Försterei. Dann können die Wildexperten das Futter besser nach den Bedürfnissen der Tiere dosieren.

Autor:

Christian Schindler aus Reinickendorf

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