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Im "märkischen Mantua": Ein Streifzug durch Jüterbog, Hauptstadt des Flämings

Zwei der sieben Stadtmauertürme von Jüterbog stehen am Heilig-Geist-Platz.
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  • Zwei der sieben Stadtmauertürme von Jüterbog stehen am Heilig-Geist-Platz.
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Die Hauptstadt des Flämings besitzt eine unverwechselbare Silhouette. Schon von weitem grüßt Jüterbog die Besucher mit den fast 70 Metern hohen ganz unterschiedlich gestalteten Türmen der Kirche St. Nikolai.

Der größte Sakralbau der Region ist dabei nur eins von vielen bemerkenswerten Bauwerken der Stadt, die den Besucher beim Spaziergang durch die Gassen schnell auf eine Zeitreise ins Mittelalter entführt. Gleich drei Klöster, nämlich Zinna, das Mönchenkloster und das Liebfrauenkloster zeugen von einer reichen Kultur- und Geistesgeschichte. Zusammen mit dem historischen Stadtkern inklusive Stadtmauer, sieben Wehrtürmen, drei Stadttoren aus dem 14. Jahrhundert sowie dem zweitältesten Rathaus Brandenburgs von 1507, haben sie Jüterbog nicht zu Unrecht den Spitznamen „märkisches Mantua“ eingebracht.

Erstmals erwähnt im Jahre 1007 als „Jurtiboc“ erhielt der Ort 1174 die Stadtrechte. Die Entstehung der heutigen Altstadt wird allerdings erst auf das späte 13. Jahrhundert datiert. Die starken Befestigungen aus dieser Zeit verdankt die Stadt ihrer damaligen geopolitischen Position als Exklave des Erzstifts Magdeburg. Auch in den folgenden Jahrhunderten war sie Schauplatz bedeutender historischer Ereignisse. So soll unter anderem der in Jüterbog aktive Dominikanermönch Johann Tetzel mit seinen Ablasspredigen Martin Luther zu seinem berühmten Thesenanschlag bewogen haben – davon zeugt noch heute der „Tetzelkasten“ in der Kirche St. Nikolai. Belegt sind auch Aufenthalte von Thomas Münzer, Wallenstein und Friedrich dem Großen. Viele weitere spannende Geschichten über Reformation, Stadt- und Militärhistorie lassen sich auf drei Etagen des modernen Museums im Mönchenkloster erfahren, das im Keller zudem ein Kindermuseum beherbergt (geöffnet dienstags bis sonntags von 13 bis 17, donnerstags bis 18 Uhr).

Anfahrt: Der Regionalexpress RE3 fährt stündlich in 48 Minuten von Berlin Hauptbahnhof nach Jüterbog. Mit dem Pkw fährt man von Berlin aus auf dem Mariendorfer Damm der Bundesstraße B101 folgend an Luckenwalde vorbei direkt nach Jüterbog.

Kontakt: Stadtinformation Jüterbog, Mönchenkirchplatz 4, 14913 Jüterbog, ¿03372 46 31 13, www.jueterbog.eu.

Autor:

Michael Vogt aus Prenzlauer Berg

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