An der Cecilienschule wurde Pilotprojekt gestartet

Die neue Rutsche auf dem Flur bereitet William und Tamay große Freude. | Foto: Wecker
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Wilmersdorf. "Am besten gefällt mir die Rutsche", sagt Kilian, der eine der drei Klassen des jahrgangsübergreifenden Lernens während der flexiblen Schulanfangsphase an der Cecilienschule am Nikolsburger Platz 5 besucht.

Die drei Klassen sind auf einem Flurabschnitt zusammengefasst, um den die anderen Schüler diese Kinder schon allein wegen der Rutsche beneiden. Dieser kleine Flur unterscheidet sich auch anderweitig deutlich von den anderen Räumen der Schule: Die Wände haben Farbspektren, die von den Klassentüren wieder aufgenommen werden. Der Flur hat neue hellere Lampen und vor allem hat er eine aus einem Stück bestehende Sitzgruppe mit zwei Tischen, vier Bänken für acht Schüler, eine Polsternische, zusätzlichen Stauraum für Turnbeutel und schließlich die Rutsche. Deren Schräge orientiert sich an einem Treppengeländer.

Die Sitzgruppe können die Schüler als Rückzugsraum benutzen, dort kann aber auch gesonderter Förderunterricht erteilt werden. Die Kinder können dort auch toben, denn moderner Schallschutz wurde in die Gestaltung selbst in die wieder freigelegte Stuckdecke integriert. Möglich wurde dies durch eine Spende von 30 000 Euro von einem Unternehmen, das vorerst nicht genannt werden möchte. Realisiert haben dies zwei Architektinnen, deren Kinder diese Schule besuchen. Im Hintergrund hat das alles der Kiezaktivist KHP Otto eingefädelt. Die Kinder bauten drei Modelle, die in einer Vitrine in der Schule ausgestellt sind. Die Kinder haben schließlich auch entschieden, welchen Farben für die Flurgestaltung verwandt werden.

Die eine Spende reichte aus, um alles zu finanzieren, weil die Kinder mitgewirkt haben, die Honoraransprüche der beiden Architektinnen Helga Falkenberg und Larissa Olufs, die sonst private Häuser oder gar Rennstrecken für die Formel 1 und Hotels in aller Welt planen, bescheidenen waren und letztlich, weil auch der Bezirk im Rahmen der Gebäudeunterhaltung einen Beitrag leisten konnte.

Nun werden aber noch viel mehr solcher Sponsoren benötigt, denn die anderen Schüler möchten auch gern solche Flurmöbel mit Rutsche haben. Es geht aber nicht allein um diese Wünsche der Schüler, sondern um eine effiziente Raumnutzung in den Schulen.

Insofern ist diese Gestaltung des Schulflures ein Pilotprojekt. Solch eine Flurnutzung ist bisher außer an einer Kreuzberger Schule, wo es aber keine Rutsche gibt, bislang ohne Beispiel.

Die offizielle Eröffnung des Flures ist nach den Winterferien am Montag, 18. Februar, geplant.

Frank Wecker / FW
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Lokalredaktion aus Mitte

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