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Steglitz-Zehlendorf hat die niedrigste Schuldnerquote in Berlin

Mehr als 370 000 Berliner sind verschuldet, das ist die schlechte Nachricht. Die gute: Die Quote ist von 2016 auf 2017 miminal gesunken.

Die Wirtschaftsauskunftei Creditreform hat den aktuellen Schuldner-Atlas Berlin 2017 vorgestellt. Stichtag war der 1. Oktober. Prinzipiell ist festzustellen, dass die Überschuldung der privaten Verbraucher ab 18 Jahren sich in den vergangenen zwölf Monaten zum Teil aufgrund des Bevölkerungszuwachses leicht verringert hat – von 12,74 in 2016 auf 12,63 Prozent. Die Überschuldungsquote liegt aber nach wie vor über dem deutschlandweiten Durchschnitt.

Steglitz-Zehlendorf ist der Bezirk mit der niedrigsten Schuldnerquote in der Hauptstadt. Er ist mit einer leicht gestiegenen Schuldnerquote von 8,32 Prozent (2016: 8,26 Prozent) der Positiv-Spitzenreiter in Berlin. Auf Platz zwei und drei folgen Pankow und Treptow-Köpenick. Schlusslicht sind Marzahn-Hellersdorf und Spandau. Dort sind 15,57 beziehungsweise 15,92 Prozent der Erwachsenen als überschuldet anzusehen.

Während bei den Männern die Überschuldungsquote geringer war als im Vorjahr, hat sich diejenige der Frauen leicht erhöht. Bei beiden Geschlechtern ist die Quote höher als im Bundesdurchschnitt. Das gilt auch für die Altersüberschuldung. Bei den 50- bis 59-Jährigen ist sie überdurchschnittlich hoch, ebenso bei den Senioren ab 70 Jahren. Bei ihnen erweist sich der Schuldenabbau als schwierig, da die Einkommen eher zurückgehen.

Die Ursache für den leichten Rückgang der Schuldnerquote in Berlin war neben dem Bevölkerungszuwachs die gute Arbeitsmarktlage. Arbeitslosigkeit und Einkommensarmut als Auslöser verloren deshalb etwas an Bedeutung.

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