Kreative Vorschläge sind willkommen
Investoren suchen Namen für neues Quartier an der Gehrenseestraße

Seit 1994 stehen die Plattenbauten der ehemaligen DDR-Vertragsarbeitersiedlung leer. 2024 sollen hier die Bauarbeiten für das neue Wohnquartier beginnen.
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  • Seit 1994 stehen die Plattenbauten der ehemaligen DDR-Vertragsarbeitersiedlung leer. 2024 sollen hier die Bauarbeiten für das neue Wohnquartier beginnen.
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Auf dem Gelände der früheren Vertragsarbeitersiedlung an der Gehrensee-, Wartenberger, Haupt- und Wollenberger Straße entsteht eines der größten neuen Wohnquartiere im Bezirk. Doch wie soll es heißen?

An der Namensfindung können sich bis zum 15. Januar Nachbarn und sonstige Interessierte beteiligen. Die Investoren Belle Epoque Quartier Gehrensee GmbH und Howoge rufen auf, Vorschläge einzureichen. Diese können an namensgebung@howoge.de mit dem Kennwort „Namensgebung“ oder per Post an die Wohnungsbaugesellschaft Howoge, Möllendorffstraße 2, 10367 Berlin, gesandt werden.

Sobald voraussichtlich Ende kommenden Jahres der Bebauungsplan beschlossen ist, sollen zunächst die neun Plattenbauten abgerissen werden. Das könnte im Laufe des Jahres 2023 geschehen. Und wenn danach eine Baugenehmigung für die ersten Vorhaben vorliegt, könnte 2024 mit Arbeiten auf dem Areal begonnen werden. Bis alle zirka 1000 geplanten Wohnungen und die Infrastruktureinrichtungen fertig sind, wird dann wohl 2030 auf dem Kalender stehen, schätzen die Investoren. Vorgesehen sind neben den Wohnungen auch zwei Kitas und eine dreizügige Grundschule, Geschäfte, Einrichtungen der sozialen und medizinischen Versorgung, Büros sowie Studenten-, Senioren- oder Pflegewohnungen. Innerhalb des Quartiers soll die Erschließung so gut wie autofrei erfolgen. Dafür werden zirka 850 Tiefgaragenplätze angelegt.

Gebaut wurde die Siedlung Anfang der 1980er-Jahre. In die Plattenbauten zogen sogenannte Vertragsarbeiter aus Vietnam, Mosambik und Angola ein. 1994 wurden die Häuser leergezogen. Seitdem ist diese Siedlung eine Stadtbrache. In den vergangenen Jahren versuchten sich mehrere Projektentwickler an ihr. Aber keinem gelang es, ein umsetzbares Konzept vorzulegen. Das soll sich nun ändern. Dafür wollen die Belle Epoque Quartier Gehrensee GmbH, der 71 Prozent der Fläche gehören, sowie die Wohnungsbaugesellschaft Howoge, die die restlichen 29 Prozent besitzt, sorgen.

Entworfen wurde das städtebaulich-architektonische Konzept für das neue Quartier vom Büro MLA+, für die Freiraumplanung zeichnet das Atelier Loidl Landschaftsarchitekten gemeinsam mit Grieger Harzer Landschaftsarchitekten verantwortlich. Bislang läuft das Projekt unter den Arbeitstiteln „Gehrenseehöfe“ oder „Quartier Gehrensee“. Doch so richtig zufrieden ist niemand mit dieser Bezeichnung.

Deshalb sind kreative Vorschläge für einen identitätsstiftenden Namen herzlich willkommen. Ziel sei keine amtliche hoheitliche Benennung, „sondern eine anspruchsvolle Ortsidentität, die zur Marke werden kann“, erklärt Ottfried Franke, der Kommunikationsberater der beiden Investoren. Aus den Namensvorschlägen wird eine Jury noch im ersten Quartal den aus ihrer Sicht besten auswählen. Nach Zustimmung aller Beteiligten wird der Ideengeber in geeigneter Weise ausgezeichnet. Mit ihm werden die Investoren auch weiter in Kontakt bleiben.

Autor:

Bernd Wähner aus Pankow

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