Baupläne am Treptower Park
Eigentümer plant an der Stelle des Kinos Büros, Restaurants und ein Hotel

Der Grundstückseigentümer würde das Kino von 1997 gerne durch einen Neubau ersetzen.
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Bereits vor einem Jahr waren Pläne des Eigentümers durchgesickert, das Kino Cinestar am Treptower Park abzureißen und durch einen Neubau zu ersetzen. Jetzt wurde der Entwurf eines Neubaus im Berliner Baukollegium vorgestellt.

„Der Grundstückseigentümer hatte selbst vor rund einem Jahr einen möglichen Abriss ins Gespräch gebracht. Für den nun vorgelegten Entwurf hat er ein Architektenbüro beauftragt“, erklärt der für Bauen im Bezirk zuständige Stadtrat Rainer Hölmer (SPD), der bei der Vorstellung im Baukollegium dabei war. Der Entwurf zeigt nach seinen Angaben ein bis zu 80 Meter hohes Hochhaus. Im Erdgeschoss soll es eine Durchwegung des Komplexes geben, dazu eine Plaza mit Cafés und Restaurants. Außerdem Büros und ein Hotel.

„Der Eigentümer könnte sich auch im obersten Geschoss eine öffentlich zugängliche Nutzung vorstellen, von wo aus Besucher den Blick auf den Treptower Park genießen. Das könnte zum Beispiel ein Restaurant mit Terrasse sein“, so Stadtrat Hölmer.

Der Bezirk will ebenfalls weitere Überlegungen einbringen. So seien neben der bereits vom Eigentümer vorgeschlagenen Büronutzung und gastronomischen Angeboten eine Bibliothek, eine Außenstelle der Musikschule oder andere Angebote für Anwohner denkbar.

Nicht ohne Probleme wäre die Verkehrsanbindung des Neubaus. Da die Bauvorschriften verschärft wurden, kann am Standort nicht mehr mit vereinfachtem Verfahren nach Paragraf 34 Baugesetzbuch geplant werden, wie es noch 1997 möglich war. Das Cinestar Kino mit seinen 2400 Plätzen in neun Sälen wurde damals gemeinsam mit dem nahen Einkaufszentrum errichtet – nach eben jenem Paragrafen, ohne Verkehrsgutachten und Umweltverträglichkeitsprüfung. Die Parkhauszufahrt von einer Abbiegespur direkt ins Park Center Treptow wäre heute so kaum noch genehmigungsfähig. Für einen Neubau müsste vom Bezirk ein Bebauungsplan aufgestellt werden. „Der jetzt vorgestellte Entwurf könnte eine Bereicherung für den Standort werden. Das Baukollegium hat jedenfalls die Pläne begrüßt und würde gerne auch in den weiteren Verlauf der Planungen einbezogen werden“, erklärt Stadtrat Rainer Hölmer.

Ein übliches Bebauungsplanverfahren dauert derzeit zwei bis drei Jahre. Damit steht der Abriss des Kinos jetzt nicht auf der Tagesordnung. Eine erste Veröffentlichung in der Berliner Woche im August 2018 hatte beim Betreiber des Kinos und seinen Mitarbeitern für Irritationen gesorgt, da sie erst auf diese Weise von den möglichen Plänen des Eigentümers erfahren hatten.

Der Grundstückseigentümer würde das Kino von 1997 gerne durch einen Neubau ersetzen.
Baustadtrat Rainer Hölmer.
Autor:

Ralf Drescher aus Lichtenberg

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