"Was wünschst Du Dir hier?"
Initiative aus Künstlern und Architekten nimmt sich des Blankenburger Südens an

Das Team der Variante X sammelt zunächst Meinungen und stellt Fragen, ehe es neue Ideen skizziert.
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  • Das Team der Variante X sammelt zunächst Meinungen und stellt Fragen, ehe es neue Ideen skizziert.
  • Foto: Team Variante X
  • hochgeladen von Bernd Wähner

„Variante X“: Mit dieser Initiative will ein unabhängiges Projektteam neuen Schwung in die Debatte über die Entwicklung des Blankenburger Südens bringen.

Im März 2018 stellte die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung auf einer Bürgerversammlung ihre Varianten für die Entwicklung des neuen Standquartiers Blankenburger Süden vor. Diese Varianten A, B und C stießen auf großen Widerstand bei Blankenburgern, Heinersdorfern und Bezirkspolitikern. Während diese Varianten immer noch im Raum stehen, lässt der Senat in der Region vorbereitende Untersuchungen durchführen. Klar scheint nur: Von den bisherigen Varianten lässt sich wohl keine umsetzen. Und so holprig wie die bisherige Bürgerbeteiligung lief, weiß niemand so richtig, wie es damit weitergehen wird. Die Senatsverwaltung initiierte zwar inzwischen Vor-Ort-Sprechstunden, aber wie die künftige Planung aussehen könnte, ist weiterhin unklar.

Doch nun hat sich die Initiative „Variante X“ gegründet. Diese möchte mit ihrer Arbeit eine neue Perspektive einbringen, erklärt Jakob Wirth, einer der Initiatoren. „Unsere Initiative hat sich aus einem unabhängigen Interesse an dem Entwicklungsgebiet gegründet. Wir werden in den nächsten Monaten eine ‚Variante X‘ als Alternativ-Skizze zu den bestehenden Vorschlägen entwickeln. Sie will dabei die Perspektive der Blankenburger und Heinersdorfer ernst nehmen, genauso wie die der Bewohner der Erholungsanlagen sowie sonstiger involvierter Akteure der Stadtgesellschaft Berlins.“ Der Vorteil bei der Herangehensweise ist sicher, dass es sich um keine klassischen Stadtplaner handelt. Es sind Künstler, Sozialwissenschaftler und Architekten aus dem studentischen Umkreis der Kunsthochschule Weißensee. „Als nicht Betroffene werden wir offen in die Arbeit einsteigen, uns keiner der beiden Konfliktlinien anschließen, sondern versuchen, Themen und Probleme, aber auch Möglichkeiten und Ideen zu sammeln und daraus eine Skizze für eine Variante X entwickeln“, erklärt Wirth. „Dabei werden wir während der Entwicklung unsere fachübergreifende Erfahrung nutzen und kreativ und etwas unkonventionell vorgehen.“

Ende 2018 startete das Projektteam mit zwei Auftaktveranstaltungen. Gemeinsam wurde das Gebiet abgelaufen. Die Initiative stellte sich vor, und an mehreren Stationen kamen die Mitglieder der Initiative mit Heinersdorfer und Blankenburger ins Gespräch. Dabei konnten Meinungen und Positionen gesammelt werden. Dazu gehört unter anderem die Forderung nach einem kompletten Erhalt der Erholungsanlage Blankenburg. Es gab Ideen zur Lösung der Verkehrsproblematik, und auch ein erster Namensvorschlag für eine neue Straßenbahnhaltestelle im Blankenburger Süden wurde gemacht. Überrascht waren die Teilnehmer der Auftaktveranstaltung, dass man im Gewerbegebiet, das ebenfalls im künftigen Entwicklungsgebiet Blankenburger Süden liegt, offenbar nicht richtig Bescheid wusste. Man war dort der Meinung „hier wird nichts geschehen“.

„Gefreut hat uns bei diesem Auftakt, dass die Menschen uns gegenüber sehr offen und positiv waren und immer betonten, dass sie sich freuen, dass sich nun junge Menschen für das Thema interessieren und sich damit auseinandersetzen“, erklärt Jakob Wirth.

Wer mit „Variante X. Eine unerwartete Initiative“ Kontakt aufnehmen möchte, kann eine E-Mail an variante_x@gmx.de schreiben oder sich auf Facebook http://asurl.de/145k informieren.

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