Klar und unmissverständlich
Verordnete positionieren sich zu den Senatsplänen „Blankenburger Süden“

Die Ideen des Senats für den Blankenburger Süden wurden 2018 besonders kontrovers diskutiert.

Nach der Auftaktveranstaltung zur Bürgerbeteiligung für das Vorhaben Anfang März kochten die Emotionen hoch. Von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen wurden Pläne präsentiert, die die Anlage Blankenburg mit einbeziehen. Die Bewohner der Anlage gründeten daraufhin eine Bürgerinitiative. Mit zahlreichen Aktionen machen sie sich für den Erhalt ihrer Anlage stark. Mit Erfolg. Im Senat werden die Planungen inzwischen ausschließlich auf das Kerngebiet, nämlich den eigentlichen Blankenburger Süden, konzentriert.

Auch wenn für die derzeit laufenden Voruntersuchungen in Blankenburg die Senatsverwaltung zuständig ist, vermissen einige Blankenburger und Heinersdorfer offenbar klare Worte aus dem Bezirk zum Blankenburger Süden. Dabei haben sich Bezirksamt und Verordnete bereits im März kritisch zu den Plänen des Senats geäußert. Aber offenbar argumentiert man im Senat immer mal wieder damit, dass diese Planungen auf das „Wohnbaukonzept für Pankow“ aus dem Jahre 2016 zurückgehen. Deshalb fassten die Verordneten jetzt zwei Beschlüsse, mit denen sie für Klarheit sorgen wollen.

Einerseits hätten die Verordneten dieses Wohnbaukonzept bewusst nicht beschlossen, „weil es in allen Fraktionen erhebliche Bedenken und Kritikpunkte gab“. Deshalb habe man es lediglich „zur Kenntnis genommen“. Es seien also weder Arbeits- noch Planungsaufträge erteilt worden. „Folglich besteht auch kein Auftrag für Planungen mit Bezug auf die Flächen der Erholungsanlage Blankenburg“, so die Verordneten. Und weiter: „Dem widersprechende Veröffentlichungen oder auch schriftliche sowie mündliche Äußerungen aus der Senatsverwaltung sind durch das Bezirksamt in aller Deutlichkeit zu korrigieren.“

Auch beim Straßen- und Straßenbahnbau nehmen die Verordneten in einem zweiten Beschluss eindeutig Stellung: Sie lehnen die Inanspruchnahme von größeren Flächen der Anlage Blankenburg für den Bau von Straßen ab. Auch auf eine „platzfressende Wendeschleife“ im Bereich des S-Bahnhofs solle ganz verzichtet werden. Vielmehr sollte die Verbindung weiter in Richtung Französisch Buchholz geführt werden. Ein gegebenenfalls erforderlicher Straßenbahnbetriebshof sollte nicht in Blankenburg, sondern im Gewerbegebiet Heinersdorf angesiedelt werden.

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