Einfach kein Glück gehabt
Neu formiertes Team von Berlin Türkspor verliert zum Saisonauftakt

Nach ein paar Jahren beim SC Gatow sucht auch Coach Oliver Kieback (r.) bei Berlin Türkspor eine neue Herausforderung.
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  • Nach ein paar Jahren beim SC Gatow sucht auch Coach Oliver Kieback (r.) bei Berlin Türkspor eine neue Herausforderung.
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Berlin Türkspor hat seinen Saisonauftakt in der Berlin-Liga verpatzt: Das neu formierte Team vom Heckerdamm um seinen neuen Trainer Oliver Kieback musste sich dem SV Empor mit 0:3 geschlagen geben.

„Wir haben einfach kein Glück“, monierte der Coach ein ums andere Mal während der Partie an der Cantianstraße in Prenzlauer Berg. Und obwohl die Niederlage am Ende deutlich ausfiel, hatte Kieback mit dieser Analyse Recht. Nachdem sein Team bereits früh durch einen Treffer von Marian Ruhberg (8. Minute) in Rückstand geraten war, bestimmte Türkspor von da an das Spiel und kam zu guten Torchancen, doch Mohamed Saloun Touré und Philipp Schulz mit einem Lattentreffer, um nur zwei zu nennen, verpassten es, dem Spiel eine andere Richtung zu geben. Während die Gäste deutlich mehr Spielanteile und die besseren Chancen besaßen, erzielten die Gastgeber die Tore: Dennis Schöps markierte noch vor der Pause das 2:0, Tom Pilarski mit seinem Treffer in der zweiten Halbzeit den Endstand.

Neben der schwachen Chancenverwertung fiel im Spiel der Charlottenburger zudem auf, dass das Umschaltspiel nach Ballverlust noch nicht gut funktioniert: Vor der Pause und beim Stand von 0:1 liefen die Gäste in zwei brandgefährliche Konter – das darf so früh in einem Spiel nicht passieren.

Aber vielleicht ist auch das der Tatsache geschuldet, dass bei den Rot-Weißen personell mal wieder kräftig durchgemischt worden ist: Nicht weniger als ein gutes Dutzend Spieler wechselte an den Heckerdamm. Und mit nicht weniger als sieben Neuzugängen in der Startelf versuchte Coach Kieback den idealen Saisonstart hinzulegen: Mit Torwart Marc Brosius, Philipp Schulz und Florian Wündsch standen zudem drei Kicker von Beginn an auf dem grünen Rasen, die mit Kieback vom Landesligisten SC Gatow nach Charlottenburg gewechselt waren. Im zweiten Durchgang wurde mit Efe Cem Kirkafa sogar noch ein vierter ehemaliger Gatower eingewechselt. Aber auch die Neuzugänge Erhan Bahceci, der seit 2015 für den SC Staaken und den SD Croatia immerhin 101 Treffer in der Berlin-Liga und der Oberliga erzielen konnte, Lars Nielsen (SV Falkensee), Ben Buadu (FC Brandenburg) und Tolunay Aydin (1. FC Novi Pazar) standen schon beim Anpfiff auf dem Platz.

Zwar verließen auch zahlreiche Spieler das Team. Aber Stammkräfte wie Kapitän Demircan Dikmen, Can Eryigit, Volkan Dikmen, Kemal Akar oder Kadir Erdil konnten gehalten werden. Damit ist davon auszugehen, dass Berlin Türkspor einen qualitativ nicht schlechteren Kader als in der Vorsaison zur Verfügung haben sollte, in der man immerhin Rang acht belegen konnte. Das Saisonziel für diese Spielzeit ist im Übrigen ebenfalls ein Platz im Tabellenmittelfeld.

Kurz vor dem Saisonstart konnte noch ein erfahrener Spieler verpflichtet werden, der gegen Empor aber noch nicht zum Einsatz gekommen war: Ugurtan Cepni, zuletzt beim BFC Dynamo aktiv, soll der Abwehr zusätzliche Stabilität verleihen. Der 36-Jährige hat insgesamt 162 Spiele in der Regionalliga absolviert und unter anderem für den SV Babelsberg 03 und den Berliner AK gekickt.

Nach ein paar Jahren beim SC Gatow sucht auch Coach Oliver Kieback (r.) bei Berlin Türkspor eine neue Herausforderung.
Berlin Türkspor (weiß) musste sich zum Saisonauftakt der Berlin-Liga dem SV Empor mit 0:3 geschlagen geben.
Autor:

Michael Nittel aus Reinickendorf

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