Cosimaplatz bekommt Honigbaum
Schlegel-Stiftung spendiert zehn Bäume

Loch gebuddelt, Baum rein. Jetzt schippen Christiane Heiß, Daniel Schlegel und Michael Krebs (von links) noch Erde drauf.
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Mehr Grün für Friedenau: Die Schlegel-Umweltstiftung hat dem Bezirk zehn neue Bäume gestiftet. Einer wurde jetzt gemeinsam auf dem Cosimaplatz gepflanzt.

Styphnolobium japonicum wächst an prominenter Stelle. Mitten auf dem Cosimaplatz. Dort soll er Schatten spenden, wenn er groß ist. Den Japanischen Schnurbaum, auch Honigbaum genannt, haben Grünen-Stadträtin Christiane Heiß und Daniel Schlegel von der Schlegel-Umweltstiftung gepflanzt. Für mehr Grün und saubere Luft. Dass Daniel Schlegel auf dem kleinen gartenartigen Stadtplatz unweit der Bundesallee persönlich zum Spaten greift, kommt nicht von ungefähr. Der Stiftungsgründer ist am Rüdesheimer Platz aufgewachsen. „Mit meinem Bruder war ich oft im Cosima-Kino", erzählt Schlegel. "Und danach auf dem Cosimaplatz.“

Mit dem jungen Schnurbaum bekam der Bezirk insgesamt zehn Bäume von der Stiftung gesponsert. Sechs wurzeln im dichtbebauten Friedenau an der Rheinstraße, vier auf dem Cosimaplatz: drei Mehlbeeren und der Schnurbaum. Die Spende ist im Bezirksamt äußerst willkommen. Solch bürgerschaftliches Engagement für die Stadtnatur sei ein wichtiger Beitrag, um die Arbeit der Grünflächenämter zu unterstützen, sagt Christiane Heiß. Das gilt um so mehr für Tempelhof-Schöneberg. Denn hier ist die Baumpflege besonders aufwendig. „Wir haben sehr viele alte Bäume“, erklärt Michael Krebs, Amtsleiter des Straßen- und Grünflächenamtes. Und die brauchen besonders intensive Zuwendung, damit sie standhaft bleiben.

Mehr als 35 000 Straßenbäume stehen im Bezirk. 600 neue kamen in diesem Jahr hinzu. 450 davon finanzierte das Bezirksamt mit 414 000 Euro aus der eigenen Haushaltskasse und mit Sondermitteln des Umweltsenats (140 000 Euro). „Weitere 150 pflanzen wir gerade im Rahmen der Stadtbaumkampagne“, informiert die Stadträtin. Für junge, neu gepflanzte Bäume gab das Bezirksamt in diesem Jahr 55 000 Euro aus: fürs Düngen, Wässern und die Baumscheibenpflege. Nochmals 55 000 Euro machte das Bezirksamt für 1400 ältere Jungbäume locker, für die Bewässerung und 150 Gießringe. Das nötige Geld stellte das Bezirksamt zusätzlich fürs Grünflächenamt bereit – aus anderen Budgets. „Damit konnten wir in diesem Jahr mehr Bäume pflanzen als in den Vorjahren", so Christiane Heiß.

400 bis 500 neue Bäume will der Bezirk mit eigenen Mitteln auch künftig jedes Jahr neu pflanzen. Ein Baum kostet etwa 1650 Euro. Um die Baumpflege besser refinanzieren zu können, hat das Bezirksamt mit dem Umweltsenat im November die neue Zielvereinbarung zur Straßenbaumpflege unterzeichnet. Denn wegen des hohen Anteils an Altbäumen war die Baumpflege bisher mit etwa einer Million Euro im Grünflächenamt unterfinanziert.

Autor:

Ulrike Kiefert aus Mitte

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