Baustellenmarketing soll Belastungen für die Bölschestraße minimieren

Bis hierher und nicht weiter - die Brückendurchfahrt zwischen Bölschestraße und Dahlwitzer Landstraße ist gesperrt.
  • Bis hierher und nicht weiter - die Brückendurchfahrt zwischen Bölschestraße und Dahlwitzer Landstraße ist gesperrt.
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  • hochgeladen von Steffi Bey

Friedrichshagen. Schlechtes Durchkommen, stattdessen Baulärm, gestresste Anwohner und Händler. Die Auswirkungen der Baumaßnahmen rund um die Bölschestraße sind zu spüren. Jetzt soll ein Baustellenmarketing die Belastungen so gering wie möglich halten.

An der Brückendurchfahrt zwischen Dahlwitzer Landstraße und Bölschestraße ist Schluss. Gesperrt ist die vielgenutzte Strecke, die normalerweise täglich bis zu 17 000 Fahrzeuge passieren, schon seit Monaten. Wer in die beliebte Friedrichshagener Einkaufsstraße möchte, muss lange Umleitungen in Kauf nehmen, laufen oder mit dem Rad unterwegs sein.

Doch die Händler merken deutlich, es kommen vor allem immer weniger von außerhalb zum Shoppen oder Speisen. Vereinzelt locken Geschäfte inzwischen mit „Baustellenrabatten“. Aber auch das bringe nicht den gewünschten Erfolg, sagt eine Verkäuferin schulterzuckend.

„Wir haben schon lange vor Bekanntwerden der umfangreichen Arbeiten bei den zuständigen Stellen im Bezirk darauf aufmerksam gemacht, dass es für die 220 Gewerbetreibenden entlang der Straße Probleme geben wird und forderten entsprechende Maßnahmen“, betont Regina Menzel vom Vorstand der Werbegemeinschaft Friedrichshagen. Doch passiert sei aus ihrer Sicht „viel zu lange nichts“.

Jetzt soll ein Standort- und Baustellenmarketing wirksam werden. Die Wirtschaftsförderung des Bezirksamts hat bei der zuständigen Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung einen entsprechenden Projektantrag eingereicht. Der wurde genehmigt und das Projekt ist zum 1. September gestartet.

Die Leiterin der bezirklichen Wirtschaftsförderung, Andrea Engel, weist allerdings die Kritik der Werbegemeinschaft zurück: „Um überhaupt einen Antrag einreichen zu können, musste eine 50-prozentige Kofinanzierung bereitgestellt werden“, sagt sie. Außerdem war es erforderlich, nach der Förderzusage zunächst eine Ausschreibung zu initiieren, bei der es galt, gesetzlich vorgeschriebene Zeiträume und Fristen einzuhalten.

Die Merlin Creativ-Management GmbH aus Berlin erhielt schließlich den Auftrag. In Kürze sollen erste konkrete Maßnahmen mit der Werbegemeinschaft abgestimmt werden, kündigt Engel an. Ein Vor-Ort-Büro nutzen die Marketingexperten im Myliusgarten 20.

Für verschiedene kreative Werbemaßnahmen und Veranstaltungen sowie eine stärkere Vernetzung der Unternehmen stehen innerhalb des Projektzeitraums bis 2020 insgesamt 150 000 Euro zur Verfügung.

„Ich fordere alle Betroffenen auf, gemeinsam die Baustellentätigkeit als Chance für Friedrichshagen zu sehen und das Projekt für einer Vermarktung des Standorts zu nutzen“, sagt Bürgermeister Oliver Igel (SPD).

Während die meisten Händler entlang der 1,2 Kilometer lange Bölsche über Kundenrückgang klagen, gab es, zumindest in den vergangenen Monaten, im Radladen von Wolfgang Hirschke einen regelrechten Boom: „Die Anwohner holten ihre alten, verstaubten Fahrräder aus den Kellern und brachten sie zu mir zum Aufpeppen“, erzählt er. Seitdem fahren etliche Friedrichshagener mit alten, neuen Bahnhofsrädern, wie sie der Fachmann bezeichnet, bis zum S-Bahnhof.

Innerhalb der umfangreichen Bautätigkeit der nächsten Jahre errichtet die Deutsche Bahn unter anderem Schallschutzwände, die BVG saniert Straßenbahngleise am westlichen Müggelseedamm und am östlichen Fürstenwalder Damm sowie in der Bölschestraße und die Wasserbetriebe „gehen“ in die Nebenstraßen. bey

Infos zum Standortmarketing unter http://asurl.de/132l.
Autor:

Steffi Bey aus Köpenick

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