Kinderwünsche warten auf Paten: Wunschbaum im Rathaus aufgestellt

Kinder der Kita „Spektesee“ mit Helmut Kleebank (links) und Fayez Gilke vor dem Wunschbaum.
  • Kinder der Kita „Spektesee“ mit Helmut Kleebank (links) und Fayez Gilke vor dem Wunschbaum.
  • Foto: Ulrike Kiefert
  • hochgeladen von Ulrike Kiefert

Spandau. Im Rathaus steht wieder ein bunter Weihnachtsbaum. An seinen Zweigen hängen Kinderwünsche, die auf Geschenkepaten warten.

„Wunschbaum“ nennt sich die Tanne im Rathausfoyer. Denn geschmückt ist sie nicht mit Kugeln und Lametta, sondern mit den Weihnachtswünschen von rund 50 Kindern. Geschenkepaten können die Wunschsterne abpflücken und das entsprechende Geschenk besorgen. Jana zum Beispiel wünscht sich ein Puppengeschirr. Der fünfjährige Philipp wartet auf einen Fußball und Leon träumt von Spielmagneten. Wer diesen Kindern also eine Freude machen will, reißt die Wünsche ab und geht einkaufen.

Denn nicht jedes Kind bekommt zu Weihnachten Geschenke. Gerade soziale schwache oder kinderreiche Familien haben in der Haushaltskasse oft nur wenig Geld dafür.

Ändern will das der Verein „Schenk doch mal ein Lächeln“ mit seiner berlinweiten „Wunschbaum-Aktion“.

Sieben Bezirke machen bereits mit

Gestartet war sie vor drei Jahren als private Initiative von Fayez Gilke in seinem Heimatbezirk Schöneberg. Mittlerweile stehen die „Wunschbäume“ in sieben Rathäusern. Reinickendorf, Mitte, Steglitz-Zehlendorf, Lichtenberg und Marzahn-Hellersdorf beteiligen sich nicht an dieser Aktion.

In Spandau dagegen steht er bereits das zweite Jahr. Bürgermeister Helmut Kleebank (SPD) ist es selbst ein Herzenswunsch, „solche Kinderwünsche erfüllen zu können“.

Die Wünsche eingesammelt haben Fayez Gilke und seine Vereinsmitstreiter in vier Spandauer Kitas. Dort wurde zunächst gefragt, ob es Kinder gibt, die wegen der prekären Situation in ihren Familien vermutlich nur wenige Geschenke erhalten. Als nächsten Schritt bastelten die Kinder ihren Wunschstern. Die Erzieherinnen vermerkten darauf dann einige Details wie Vornamen und das Alter der Kinder.

Alle Wünsche warten nun darauf, einen Spender zu finden. Der Baum steht im Rathaus an der Carl-Schurz-Straße 2-6. Die Geschenke im Wert von maximal 25 Euro können bis kurz vor Weihnachten im Büro des Bürgermeisters abgegeben werden. Die Gaben sollten unverpackt sein, damit der Verein nochmal ein Auge darauf werfen kann. Auf Lebensmittel sollte verzichtet werden. Die Eltern der Kinder holen die Geschenke dann persönlich im Rathaus ab. uk

Autor:

Ulrike Kiefert aus Mitte

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

23 folgen diesem Profil

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Beitragsempfehlungen

WirtschaftAnzeige

DieMaklerin.berlin
2022: Das ändert sich im neuen Jahr

Am Anfang und im Laufe des neuen Jahres müssen sich Mieter und Immobilieneigentümer auf viele Neuerungen einstellen. Ein Überblick: • Die CO2-Abgabe zur Eindämmung des Verbrauchs von fossilen Kraft- und Brennstoffen in Deutschland steigt von 25 Euro auf 30 Euro pro Tonne. • Öfen, Herde und Kamine: Festbrennstoff-Einzelraumheizgeräte dürfen laut EU-Verordnung 2015/1186 (Anhang 2) ab ersten Januar 2022 bestimmte Emissionswerte nicht mehr überschreiten. • Solarpflicht: Wer in Baden-Württemberg neu...

  • Bezirk Reinickendorf
  • 13.01.22
  • 158× gelesen
WirtschaftAnzeige
Farbenfroh strahlt die Fassade am Tierpark Center.
3 Bilder

Temporäre Open-Air-Gallery als echter Hingucker
Tierpark Center Berlin präsentiert während des Umbaus urbane Kunst

Während des momentan laufenden Umbaus wird das Tierpark Center in Friedrichsfelde zur temporären Open-Air-Gallery. Sieben Berliner Künstler*innen für Urban Art gestalten einen Teilbereich der Fassade mit speziell für den Standort entwickelten Motiven. Der Eigentümer hat das Projekt gemeinsam mit der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin Andrea Stöckmann sowie Ulrike Gohla von den Stadtpiraten initiiert. Anwohner neugierig machen Das Motto lautet „Farewell“. Es steht für die Restrukturierung...

  • Bezirk Lichtenberg
  • 20.12.21
  • 541× gelesen
WirtschaftAnzeige
Lassen Sie sich bei Poeschke Bestattungen beraten.
2 Bilder

Poeschke Bestattungen
Einmal vorgesorgt – für immer alles geregelt: Mit einer Bestattungsvorsorge in das neue Jahr starten

Zum Jahresende zieht man Bilanz und schaut neugierig ins neue Jahr: Welche Überraschungen, Begegnungen und Zufälle – leider auch Schicksalsschläge – hält es für mich bereit? Es ist wohl gut, dass keiner in die Zukunft schauen kann. Allerdings sollte man seine Zukunft planen, wenn es um die wirklich wichtigen Dinge des Lebens geht. Und dazu gehört – wie jedes Jahr einmal zu Ende geht – auch das eigene Lebensende. Zugegeben, kein leichter Gedanke für die meisten. Aber bei weitem nicht so...

  • Bezirk Spandau
  • 21.12.21
  • 364× gelesen

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen