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Rahmenplanung für den Heinersdorfer Ortskern geht in die Endphase

Der Ortskern von Heinersdorf rund um die Kirche und das Alte Spritzenhaus soll attraktiver werden.
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  • Der Ortskern von Heinersdorf rund um die Kirche und das Alte Spritzenhaus soll attraktiver werden.
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Der Rahmenplan für den Ortskern von Heinersdorf ist fast fertig. Die Inhalte und der Entwurf stehen. Man befinde sich jetzt in der Phase des „Feinschliffs“, heißt es aus dem Bezirksamt. Voraussichtlich im Sommer wird der Rahmenplan vorliegen.

Die Attraktivität des Heinersdorfer Ortskerns lässt zu wünschen übrig. Ein hohes Verkehrsaufkommen, marode Gehwege, Straßen und Gebäude sorgen dafür, dass das Heinersdorfer Zentrum derzeit nur wenig Aufenthaltsqualität bietet. Hinzu kommt, dass es im Ortsteil noch etliche Flächen gibt, auf denen Wohnungen entstehen könnte. Damit die Bebauung dieser Flächen städtebaulich geordnet erfolgt, vor allem aber damit bestehende Defizite abgebaut werden, erteilte die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) Anfang 2017 dem Bezirksamt den Auftrag, dass es einen städtebaulichen Rahmenplan erstellen soll.

In diesem Plan soll dargestellt werden, wie die „Herausbildung eines attraktiven Zentrumsbereichs mit hoher Aufenthaltsqualität“ erfolgen kann. Außerdem sollen konkrete Vorschläge für eine städtebauliche Neugestaltung unterbreitet werden. Weiterhin ist der Frage nachzugehen, wie der Ortskern auch mit Blick auf das hohe Verkehrsaufkommen beruhigt werden kann. Mit der Erstellung des Rahmenplanes wurde das Büro Zebralog beauftragt. Nach einer Auftaktveranstaltung im November 2017 fanden mit Bürgern unter anderem ein inklusiver Stadtspaziergang sowie Fahrradtouren statt. Dabei wurden gemeinsam Stärken und Schwächen erkundet, aber auch Visionen formuliert.

Im weiteren Verlauf wurden zwei Bürgerwerkstätten veranstaltet. Inzwischen kristallisierte sich heraus, dass es einige Projekte gibt, die schon bald umgesetzt werden können. Aber es gibt auch noch kontroverse Themen, an denen separat weitergearbeitet werden muss. Das betrifft vor allem den Umgang mit Verkehrsproblemen, wie dem Schleichverkehr durch Wohngebiete.

Inzwischen ist das neue Leitbild für die Entwicklung des Ortskerns fast fertig. In ihm sind Regeln für mögliche bauliche Nachverdichtungen skizziert. Es wurden Entwicklungsgebiete wie die frühere Gärtnerei ausgewiesen. Es gibt Empfehlungen für die Schaffung von Freiräumen mit Aufenthaltsqualität, von denen es im Ortsteil kaum welche gibt, sowie für neue, sichere Wegeverbindungen durch den Ortskern abseits der Hauptstraßen.

Unter anderem schlagen die Planer die weitere Entwicklung des Kastanienwäldchens gegenüber dem Wasserturm als öffentliche Grün- und Freifläche vor. Der Bereich Rothenbach- und Romain-Roland-Straße sollte neu gestaltet werden. Außerdem sollen das Zentrum an der Heinersdorfer Kirche und der Pfarrgarten aufgewertet werden.

Zum vorliegenden Entwurf des Rahmenplanes sagt SPD-Fraktionschef Roland Schröder: „Es wird deutlich aufgezeigt, dass es im Heinersdorfer Ortskern viele Potenziale gibt, die noch brach liegen. Und es gibt Vorschlage, was alles gemacht werden kann.“ Daniel Becker vom Bürgerverein Zukunftswerkstatt Heinersdorf schätzt ein: „Die Arbeit an der Rahmenplanung war für Heinersdorf ein guter Prozess. Wir wurden als Heinersdorfer von den Planern gut mitgenommen.“ Sobald die Rahmenplanung fertig ist, werden sich die Bezirkspolitiker mit ihr befassen. Dann wird sich auch zeigen, was von den Vorschlägen tatsächlich umgesetzt werden kann.

Ausführliche Informationen gibt es auf https://bwurl.de/13-n.

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