Unterricht im Treibhaus: Bürgermeister auf Baustellentour in Spandaus Süden

Ausdehnende Wärme ließ die Fensterscheiben reißen.
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Kladow. Eine vierstündige Baustellentour führte Spandaus Bürgermeister Helmut Kleebank (SPD) kürzlich durch Kladow und Gatow. Was er fand, waren Baufortschritte, große und kleine Probleme und Engagierte vor Ort.

Das Hans-Carossa-Gymnasium hat ein Problem. 1999 vom Bund erbaut, fehlt seinen übergroßen Fenstern teilweise der Sonnenschutz. Oder die Hitze hat über Jahre die schützende Hartfolie gesprengt. Die Folge: Das Schulgebäude heizt sich im Sommer zum Treibhaus auf. Etwa zehn Fensterscheiben sind durch die thermische Ausdehnung bereits gerissen. Schulleiter Henning Rußbült hofft auf eine schnelle Lösung. „Das Hochbauamt hat gerade eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, um Maßnahmen zur Abhilfe zu prüfen“, informierte Helmut Kleebank. Möglich wären als Sonnenschutz zum Beispiel Außenjalousien. Die Kosten muss der Bezirk tragen. Das Thema beschäftigt die Bezirksverordneten schon länger.

Das Hans-Carossa-Gymnasium Am Landschaftspark Gatow 40 war eines von vielen Zielen auf der fast vierstündigen Baustellentour des Bürgermeisters und drei Vertretern des Bauamtes durch den Spandauer Süden. Wo geht es voran? Wo hakt es, und was muss besonders dringend erledigt werden?

Ein großes Problem ist der tägliche Stau und zwar dort, wo die Potsdamer Chaussee in den Ritterfelddamm mündet. Weil die Spur für die Linksabbieger vom Ritterfelddamm nach Potsdam sehr kurz ist, kommt es dort vor allem im Berufsverkehr zur langen Schlange. Denn wer weiter in die City will, kommt an den wartenden Linksabbiegern nicht vorbei. Wie der Bürgermeister zu berichten wusste, wollen die Potsdamer die Staufalle entschärfen. Der Ritterfelddamm soll gen Westen zu einer Neubausiedlung verlängert werden. „Aus der jetzigen Einmündung will Brandenburg dann einen Kreisverkehr machen“, so Kleebank.

Nächste Station des Tourenbusses war die Stadtteilbibliothek Kladow an der Sakrower Landstraße 2. Dort sind barrierefreie Umbauten, behindertengerechte Toiletten und eine Brandmeldeanlage geplant. Zudem hat der Denkmalschutz zugestimmt, auf dem Hof einen Fahrstuhl an das Haus zu bauen. Sanierungsbedarf hat auch die Mary-Poppins-Grundschule Am Fluplatz Gatow 20. Ebenfalls vom Bund gebaut, fehlt am Schulhaus die Abdichtung zwischen Fassade und Fenstern, weshalb der Regen Wasserschäden verursacht hat. Rund 225.000 Euro kostet es den Bezirk, den Mangel zu beheben. Der erste Bauabschnitt ist fertig. Jetzt wird weitersaniert.

An der Grundschule am Ritterfeld geht es derweil mit den Sanitäranlagen in der Sporthalle voran. 838.000 Euro fließen dafür bis 2017 aus dem Schulanlagen-Sanierungsprogramm. Auf ihrer Wunschliste hat die Schule aber auch noch die Toiletten im Altbau und die Außenanlage mit Tartanbahn.

Fertig saniert sind dagegen die Sanitärbereiche in der Jugendfreizeiteinrichtung am Parnemannweg 22. Neue Toiletten, darunter auch eine behindertengerechte, freuen Besucher und Leiterin Silvia Peters. Zumal im Haus der Pflegestützpunkt Kladow und ein Bürgerbüro untergebracht sind. Dabei soll es für Silvia Peters aber nicht bleiben. Sie will im Haus ein Kladower Nachbarschaftshaus für Jung und Alt eröffnen. Am 3. September ist es soweit.

Letzte Station war an der Ecke Am Landschaftspark Gatow und Rex-Waite-Straße. Dort baut das Bundesamt für Bauwesen eine neue Kita mit 95 Plätzen in der Landstadt Gatow. Bis nächsten Sommer soll der Neubau nebst öffentlichem Spielplatz fertig und dem Bezirk übertragen sein. Träger wird der Humanistische Verband Deutschland.

„Wir haben viel geschafft, manches bereits angestoßen und für andere wichtige Probleme zeichnen sich zumindest Lösungen ab“, zog Helmut Kleebank am Tour-Ende Bilanz. Es gebe aber immer noch genügend zu tun. Seine Ortsbesichtigungen will der Bürgermeister im Juli in Hakenfelde fortsetzen. uk

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Ulrike Kiefert aus Mitte

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