Tatverdächtiger Sportwart nach Festnahme in Untersuchungshaft
Sexueller Missbrauch in 136 Fällen

Drei Jahre lang soll der ehrenamtliche Jugendwart eines Kladower Angelvereins mindestens vier Jungen sexuell missbraucht haben. Jetzt sitzt er in Untersuchungshaft.

Einen schweren Fall sexuellen Missbrauchs an Kindern haben Ermittler vor kurzem offenbar aufgedeckt. Der 50 Jahre alte Tatverdächtige soll in 136 Fällen mindestens vier Jungen mehrfach, teils schwer sexuell missbraucht haben. Die Kinder waren zwischen acht und elf Jahre alt. Das teilten die Polizei und die Generalstaatsanwaltschaft Berlin in einer gemeinsamen Erklärung mit.

Der per Haftbefehl gesuchte Tatverdächtige war den Angaben zufolge seit 20 Jahren in unterschiedlichen Sportvereinen ehrenamtlich als Jugendwart tätig, unter anderem in einem Angelverein in Kladow. Er wurde bereits am 1. November in seinem Wohnwagen in Kladow festgenommen und sitzt derzeit in Untersuchungshaft. Laut Staatsanwaltschaft waren die Ermittlungsbehörden dem mutmaßlichen Täter aufgrund von Zeugenaussagen auf die Spur gekommen.

Es könnte weitere Opfer geben

Bei der Durchsuchung des Wohnwagens fanden Einsatzkräfte der Polizei umfangreiches Beweismaterial. „Darunter waren auch zahlreiche Gegenstände, die nach den Schilderungen der Kinder bei den Missbrauchshandlungen regelmäßig zum Einsatz gekommen sein sollen“, so die Staatsanwaltschaft. Auch Datenträger wurden sichergestellt. Ihre Auswertung soll klären, ob der Verdächtige seine Taten auch auf Videos und Bildern festhielt. Außerdem wird ermittelt, ob es weitere Opfer gab.

Etwaige weitere Geschädigte werden gebeten, sich beim Landeskriminalamt 132 (Sexualdelikte bei Schutzbefohlenen/Kindern) unter 46 64 91 32 00 oder bei der Staatsanwaltschaft zu melden. Da der Festgenommene in mehreren Vereinen tätig war, könnte er auch andere Kinder geschädigt haben.

Erst im Juni dieses Jahres hatte das Landgericht Berlin zwei Geschwister wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern zu hohen Freiheitsstrafen verurteilt. Die Mutter und ihr Adoptivbruder sollen die drei minderjährigen Töchter zwischen 2010 und 2016 schwer sexuell missbraucht haben.

Autor:

Ulrike Kiefert aus Spandau

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