Visionen für einen Neubau für Gottesdienste und Sozialarbeit
Die Kirchengemeinde Petrus-Giesensdorf plant den Bau eines neues Gemeindezentrums

Pfarrer Björn-Christoph Sellin-Reschke und Annette Pohlke von der Kirchengemeinde Petrus-Giesensdorf vor dem Siegerentwurf des Architektenwettbewerbs für ein neues Gemeindezentrum.
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  • Pfarrer Björn-Christoph Sellin-Reschke und Annette Pohlke von der Kirchengemeinde Petrus-Giesensdorf vor dem Siegerentwurf des Architektenwettbewerbs für ein neues Gemeindezentrum.
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Das unscheinbare Gemeindezentrum der Kirchengemeinde Petrus-Giesensdorf befindet sich inmitten der Hochhäuser der Thermometersiedlung. Der Flachbau ist in einem schlechten Zustand und kann eigentlich nur durch einen Neubau ersetzt werden. Das plant die Kirchengemeinde jetzt mit einem ehrgeizigen Projekt.

Auch wenn Kirchenneubauten auf den ersten Blick kaum noch zeitgemäß erscheinen, ein Neubau ist wichtig. „Wenn wir jetzt nicht neu bauen, gibt es hier bald keine Gemeindearbeit mehr und die soziale Arbeit fällt auch weg“, sagt Pfarrer Björn-Christoph Sellin-Reschke. Für die Thermometersiedlung, die immer noch als sozialer Brennpunkt gilt und in der besonders viele Menschen ohne Arbeit leben, ist ein Gemeindezentrum mit zahlreichen Angeboten für jede Altersgruppe wichtig. Hier hat die Ausgabestelle der Aktion „Laib&Seele“ ihren Platz, es gibt jede Menge Kreativangebote für Kinder und ein Begegnungsfrühstück. Damen aus der Gemeinde kommen zum „Kraftsport ab 50“, Frauen mit Kopft8ch sitzen in Grüppchen und halten ein Schwätzchen. Nach der Religion fragt hier niemand.

Hier werde Arbeit für Menschen gemacht, erklärt Annette Pohlke, Gemeindeälteste der Kirchengemeinde. Ob Muslime, Christen und andere, ob Menschen aus der eigenen Gemeinde oder darüber hinaus – es entspricht dem christlichen Selbstverständnis der Gemeinde. „Hier war schon immer ein Standort für soziale Arbeit. Das muss auch so bleiben“, sagt Annette Pohlke.

Und die Gemeinde wird in absehbarer Zeit wachsen. Einen Steinwurf von der Thermometersiedlung entfernt, wird der neue Stadtteil Neulichterfelde entstehen. 2500 Wohneinheiten sind geplant, rund 6000 Menschen sollen einmal hier leben. „Unsere Gemeinde will auf die neuen Bewohner reagieren“, sagt der Pfarrer und betont, dass seine Gemeinde für ein gutes Zusammenwachsen der beiden Quartiere sogen wolle. Sozusagen als Schnittstelle zwischen unterschiedlichen sozialen Milieus. Da gäbe es nur zwei Varianten: Entweder einen neuen Standort suchen oder am alten Standort neu bauen.

Die Entscheidung für den Neubau am alten Standort ist längst gefallen und es hat bereits einen Architektenwettbewerb gegeben, um Fördermittel für das Bauprojekt beantragen zu können. Der Wettbewerbsentwurf des Architektenbüros Kleyer.Koblitz.Letzel.Freivogel. überzeugte am meisten. Er besticht durch seine gelungene Mischung zwischen offenen, einladenden Elementen in der Gestaltung und geschlossenen Räumen, die für Geborgenheit sorgen. „Der Eingangsbereich ist wie ein Kreuzgang gestaltet, so dass der Kirchenraum schon von außen erkennbar ist“, schwärmt Sellin-Reschke. Ein Dach überspannt den Eingangsbereich und markiert den Übergang in den geschützten Raum. Es gibt einen Raum für Gottesdienste und Räume für die soziale Arbeit. Auch die Ausgabestelle für Laib&Seele bekommt wieder ihren festen Platz und ein Cafébereich lädt zum Eintreten ein. Mittelfristig ist auch eine Pfarrwohnung geplant.

Mit dem Bau des neuen Gemeindezentrums soll möglichst 2022 begonnen werden. Mit zwei Jahren Bauzeit wird gerechnet. Ob dieser Zeitplang zu halten ist, hängt davon ab, wann die Finanzierung gesichert ist. Rund 3,6 Millionen Euro wird der Neubau kosten. Um die Finanzierung zu realisieren, laufen Anträge bei der Landeskirche, dem Land Berlin und der Lottostiftung. Dazu kommen Eigenmittel der Kirchengemeinde und des Kirchenkreises Steglitz-Zehlendorf.

Autor:

Karla Rabe aus Steglitz

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