Tolle Vergangenheit, rosige Zukunft: Jugendkunstschule feiert 30-jähriges Jubiläum

Zwei Leitergenerationen und eine Torte: Claudia Güttner und der Mann der ersten Stunde, Edgar Wilhelm.
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Märkisches Viertel. Die Jugendkunstschule ATRIUM feiert in diesen Tagen ihren 30. Geburtstag. Rückblick auf drei Jahrzehnte im Dienste der Reinickendorfer Jugend.

Wie kam es dazu? Bereits 1983 sollte für die Kunst- und Jugendszene im Bezirk Reinickendorf ein richtungsweisendes Jahr werden: Im Märkischen Viertel wird die Wilhelm-Raabe-Grundschule geschlossen. An anderer Stelle plant Lehrer Edgar Wilhelm die Entwicklung eines Jugendtheaters außerhalb von Schule und Jugendfreizeit. Unterstützung bekommt er vom damaligen Volksbildungsstadtrat Burkhard Willimsky und Schulrat Dietmar Leischulte. Bereits ein Jahr später beschließt die Bezirksverordnetenversammlung die Gründung des ATRIUM – Musisches Zentrum. Heimat wird die im Jahr zuvor geschlossene ehemalige Grundschule. 1985 zieht das von Edgar Wilhelm gegründete "Zentrum für Jugendtheater" ins ATRIUM ein. Die Musikschule Reinickendorf bezieht im gleichen Gebäude einen Seitenflügel. Vier Jahre später wird der Förderverein gegründet. Edgar Wilhelm verlässt das ATRIUM 1994 und geht nach Münster. Seine Nachfolgerin im Theaterbereich wird Elke Hoffmann. Fünf Jahre später folgt der nächste Personalwechsel und eine Umbenennung: Elke Hoffmann geht, Lutz Lienke kommt. Er wird Leiter des Hauses, das zukünftig "Jugendkunstschule ATRIUM" heißt.

Viele Auszeichnungen der Arbeit

Das folgende Jahrzehnt ist geprägt von vielen, erfolgreichen Projekten. 2008 wird der Berliner Medienpreis für ein gemeinsames Filmprojekt mit der Hanna-Höch-Schule verliehen. Dieser Preis steht exemplarisch für die ausgezeichnete Arbeit, die bis heute in den Räumlichkeiten der Jugendkunstschule geleistet wird. Im Mai 2011 wird Lutz Lienke verabschiedet. Im August übernimmt Claudia Güttner die Leitung des Atrium.

Penny Langhans, Kursleiterin für Literatur und Theater und seit sieben Jahren am ATRIUM beschreibt den Ort so: "Das ATRIUM ist ein unglaublich schöner Arbeitsort. Spontane Wechsel zwischen Bühne und Freiluft sind problemlos möglich." Edgar Wilhelm schaut nicht in die Vergangenheit. Für ihn zählt die Zukunft. "Die kreative Arbeit geht weiter. Ich bin froh, dass es das Haus noch weiter gibt und auch noch geben wird."

Zahl der Kurse enorm gewachsen

Und die bisherige Entwicklung ist beachtlich: In der Saison 1986/87 wurden elf Kurse wöchentlich angeboten. 30 Jahre später sind es bereits 51. Und das ATRIUM soll weiter wachsen. gw

Weitere Informationen gibt es unter www.atrium-berlin.de.
Autor:

Georg Wolf aus Mitte

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