Absage der Senatsverwaltung
Schulergänzung in Mahlsdorf soll nicht gebaut werden/Bezirk protestiert

Die ehemalige Oberschule am Elsengrund ist seit 2009 geschlossen. Das Bezirksamt möchte das Schulgelände für eine Grundschule umgestalteten.
  • Die ehemalige Oberschule am Elsengrund ist seit 2009 geschlossen. Das Bezirksamt möchte das Schulgelände für eine Grundschule umgestalteten.

  • Foto: hari
  • hochgeladen von Harald Ritter

Die Bildungsverwaltung des Senats lehnt es ab, den geplanten Ergänzungsbau am ehemaligen Standort der Elsengrund-Schule bauen zu lassen. Das Bezirksamt fordert eine neue Entscheidung für den Bau.

Der Entschluss der Senatsverwaltung wurde durch eine Antwort auf eine schrifltiche Anfrage des CDU-Abgeordneten Mario Czaja bekannt. Dieser hatte, nachdem er vom Bezirksamt lediglich hinhaltende Antworten zum Baubeginn für den Modularen Ergänzungsbau (MEB) bekam, bei der Senatsverwaltung nachgefragt.

Czaja beklagt, dass damit wieder offen ist, wann und wie die dringend nötige zusätzliche Zahl der Grundschulplätze in den kommenden Jahren geschaffen werden soll. Bis zum Schuljahr 2024/25 werde voraussichtlich die Zahl der Grundschüler im Bezirk um rund 25 Prozent steigen. Über 3000 Kinder könnten dann nicht untergebracht werden.

Bau nicht wirtschaftlich

Deshalb plant das Bezirksamt auf dem ehemaligen Standort der Oberschule am Elsengrund den Neubau einer dreizügigen Grundschule. Das noch vorhandene Schulgebäude sollte ab Beginn des Schuljahres 2020/21 saniert oder umgebaut werden. Zur Überbrückung von Engpässen sollte bis Beginn des Schuljahres 2019/20 auf dem Grundstück ein MEB aufgestellt werden. Stattdessen bevorzugt die Senatsverwaltung aber den wohl wirtschaftlicheren Bau einer vierzügigen Grundschule in Schnellbauweise. Dieser neue Typ liegt jedoch erst in Entwürfen vor. Über einen Generalauftragnehmer wird noch verhandelt. Es ist ungewiss, wann die erste Schule gebaut wird.

Die Senatsverwaltung wirft dem Bezirksamt zudem vor, es habe Zeit dabei vertrödelt, etwa die möglichen Geruchsbelästigungen durch den nicht weit entfernten Alba-Recyclinghof prüfen zu lassen. Deshalb sei ein MEB aus Zeitgründen nicht mehr sinnvoll.

Doch eine Lösung?

Hiergegen wehrte sich das Bezirksamt. Es habe der Senatsverwaltung die Ergebnisse der Prüfung mitgeteilt, erklärt Czaja. Aus ihr hätten sich keine Hinderungsgründe für den Bau der MEB ergeben. Das sei auch zu erwarten gewesen, denn in der Nähe gebe es bereits eine Kita und eine Schule. Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) habe Bürgermeisterin Dagmar Pohle (Die Linke) gegenüber Gesprächsbereitschaft signalisiert. „Ich gehe davon aus, dass die Absage an den MEB korrigiert wird“, erklärt Pohle.

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