Corona-Schutz aus der Motzener Straße
Karl Rabofsky GmbH beginnt mit der Produktion von zertifizierten FFP2-Masken

Axel Schönewolf von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung  startete per Knopfdruck die Produktion. Geschäftsführer Michael Sperling (Mitte) und ein Mitarbeiter schauen gespannt zu.
8Bilder
  • Axel Schönewolf von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung startete per Knopfdruck die Produktion. Geschäftsführer Michael Sperling (Mitte) und ein Mitarbeiter schauen gespannt zu.
  • Foto: Ulrike Martin
  • hochgeladen von Ulrike Martin

Eine Million im Monat, bis zu zwölf Millionen im Jahr: So viele FFP2-Schutzmasken will die Karl Rabofsky GmbH herstellen. Per Knopfdruck startete das mittelständische Unternehmen in Marienfelde jetzt die industrielle Massenproduktion.

Eigentlich stellt die GmbH an der Motzener Straße 10a Faltanlagen her, die in der Textil-, Nahrungs-, Automobil- und pharmazeutischen Industrie zum Einsatz kommen. Damit werden beispielsweise Airbags oder Sonnenjalousien fabriziert. „Durch die Corona-Krise gab es bei uns Kurzarbeit, deshalb suchten wir nach Ideen für Synergieefekte, überlegten, ob unsere Technologie auch anders genutzt werden könnte“, berichtete Geschäftsführer Michael Sperling bei der Präsentation des Projekts. Zudem wollte die Firma einen Beitrag zur Bekämpfung der Pandemie leisten – warum nicht Schutzmasken produzieren? Schnell zeigte sich aber: Die Maschinen taugten nicht dafür. Also importierte das Unternehmen zunächst auf eigenes wirtschaftliches Risiko Masken aus China – rund 6,5 Millionen Stück. Abnehmer waren unter anderem die Kassenärztlichen Vereinigungen und das Bundesgesundheitsministerium.

Die Suche nach der geeigneten Hardware ging aber weiter, Ziel war schließlich die Abhängigkeit von den Märkten in Fernost zu verringern. In Thüringen wurde ein Hersteller gefunden. Auch das richtige Material zu organisieren, war noch eine Herausforderung. „Jetzt sind unsere Masken 100 Prozent made in Germany“, erklärt Sperling. Die Filtereffizienz liege bei 99 Prozent, höher als der geforderte Standard bei FFP2-Masken. Es gebe also einen hohen Schutz vor Viren, Tröpfchen und Aerosolen. Ein Zertifikat hat das Unternehmen bereits erhalten. Rund eine Million Euro investierte die GmbH in die Anlage, die notwendigen Messgeräte und die Qualitätssicherung. 

Am 15. September startete Axel Schönewolf von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung per Knopfdruck die Produktion. Nach dem Ausschneiden des Vliesstoffs in die richtige Form, dem Zusammenfalten und dem Annähen der Bänder müssen die fertigen Masken dann noch in ein Filtertestgerät, bevor sie verpackt werden.

Klar gehe man in Vorleistung, es bestehe durchaus ein Risiko, erläutert Unternehmenssprecher Ralf Geissler. Es müsse Abnahmegarantien geben und die Preisvorstellungen der potenziellen Kunden müssen stimmen. „Wenn alles klappt, hat sich die Investition in drei Jahren amortisiert." 

Die Rabofsky GmbH zielt vor allem auf Großabnehmer aus dem Gesundheits- und Pflegebereich. Aber auch Privatkunden und Firmen können Masken bestellen, die Mindestabnahmemenge beträgt zehn Stück (atemmasken@rabofsky.de). Geschäftsführer Sperling ist optimistisch. Auch wenn sich die Ausbreitung der Pandemie verlangsame oder zum Erliegen komme – Masken würden immer gebraucht. „Sie schützen ja nicht nur vor Corona, sondern auch vor Grippe oder einer Erkältung.“ Zudem gebe es leider immer wieder neue Viren, eine Maske könne also gut die Hausapotheke ergänzen.

Noch im Oktober seien erste Verträge mit Großabnehmern in Aussicht. Eine weitere Option: der Export der Masken „Made in Marienfelde“.

Autor:

Ulrike Martin aus Zehlendorf

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

17 folgen diesem Profil

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Beitragsempfehlungen

WirtschaftAnzeige
Studentische Umzugshelfer Berlin sind der richtige Ansprechpartner für Ihren Umzug.
4 Bilder

So geht Umzug
Studentische Umzugshelfer Berlin

Ein Umzug ist immer mit viel Arbeit verbunden. Es ist daher zumeist von Vorteil, wenn Sie sich tatkräftige Unterstützung für Ihren geplanten Umzug in Berlin holen. Studentische Umzugshelfer sind erfahren und bieten günstige Preise. Die Umzugshilfe Ihrer Wahl kann Ihnen nicht nur beim Umziehen, sondern auch beim Einpacken, Auspacken und Anschließen von Geräten helfen. Schauen Sie, was Ihnen eine erfahrene Umzugsfirma alles bieten kann. Auf uns ist VerlassPlanen Sie einen Umzug in oder...

  • Charlottenburg-Wilmersdorf
  • 16.05.22
  • 129× gelesen
WirtschaftAnzeige
Ugur Yaman - Der Gründer und Experte von Optic Hair
4 Bilder

Haarpigmentierung gibt lichtem Haar keine Chance
Haarpigmentierung in Berlin – Optic Hair beherrscht sein Handwerk

Eine Haarpigmentierung Berlin ist der sanfteste Weg zu vollem Haar. Ganz ohne Skalpell und Narben füllt sich das Haarkleid wieder auf. Verständlich, dass viele Alopezie-Patienten die sanfte Behandlung als Gamechanger sehen. Endlich können sie sich auch ohne Transplantation wieder frisch, jung und selbstbewusst fühlen – ganz ohne horrende Haarpigmentierung Kosten. Haarpigmentierung bei Optic Hair – lichtem Haar keine ChanceLichte Stellen im Haarkleid sind eine psychische Belastung, der sich...

  • Bezirk Mitte
  • 16.05.22
  • 165× gelesen
Gesundheit und MedizinAnzeige
In einem Notfall muss alles ganz schnell gehen.

Caritas-Klinik Dominikus Berlin-Reinickendorf
Aus dem Alltag einer Notärztin

Bei einem Notfall sind die ersten Minuten entscheidend. In Sekundenschnelle muss der Notarzt Entscheidungen treffen und lebensrettende Maßnahmen einleiten. Oft kann er in letzter Minute helfen, doch manchmal gelingt es auch nicht. Nerven wie DrahtseileBei aller Hektik braucht es Nerven wie Drahtseile, um ruhig und konzentriert zu bleiben. Im letzten Jahrzehnt hat sich die Notfallmedizin zu einer eigenen, hochspezialisierten Fachrichtung weiterentwickelt – immer mit dem Ziel zu helfen, weil jede...

  • Bezirk Reinickendorf
  • 11.05.22
  • 121× gelesen
Gesundheit und MedizinAnzeige
Dr. Michael Pieschka
3 Bilder

Caritas.EndoskopieZentrum.Berlin
Warum eine Darmspiegelung Leben retten kann

Die Experten des Caritas.EndoskopieZentrum.Berlin geben Antworten rund um das Thema Darmspiegelung und Darmkrebsvorsorge. Gemeinsam leiten Dr. Michael Pieschka und Dr. Christian Breitkreutz das Endoskopiezentrum der Caritas Gesundheit an den Standorten in Reinickendorf und Pankow. Warum ist Darmkrebsvorsorge sinnvoll? Dr. Pieschka: Darmkrebs ist ein „stiller“ Krebs – wenn man ihn bemerkt, ist es fast immer zu spät. Deshalb ist Vorsorge so wichtig. Über 90 Prozent der bösartigen...

  • Pankow
  • 09.05.22
  • 166× gelesen
  • 1
Gesundheit und MedizinAnzeige
Die fortschreitende Digitalisierung erleichtert unser Leben immer mehr. Kein Wunder also, dass auch die Telemedizin immer mehr Befürworter verzeichnet.

Für Ärzte und Patienten
10 Vorteile von Telemedizin

Die fortschreitende Digitalisierung erleichtert unser Leben immer mehr – egal ob es um Bankangelegenheiten, Behördengänge oder die Inanspruchnahme von Lieferdiensten geht. Kein Wunder also, dass auch die Telemedizin immer mehr Befürworter verzeichnet (Quelle: ntv.de). Gerade in Zeiten von Pandemien wird besonders deutlich, wie wichtig die Telemedizin ist – und was sie alles leisten kann. Doch wo genau liegen ihre Vorteile? In diesem Artikel werden wir die Vorzüge der Telemedizin genauer unter...

  • Bezirk Mitte
  • 07.04.22
  • 384× gelesen
WirtschaftAnzeige
Wir beraten Sie gern und heben uns daher ab, Ihre Individualität auch auf dem letzten Weg zu wahren.
3 Bilder

Wir sind für Sie da
Für einen Abschied nach Ihren Vorstellungen

„Die Beerdigung soll ganz einfach sein - auf der grüne Wiese, anonym. Keiner, soll sich um eine Grabpflege kümmern und es soll günstig sein.“ Diesen oder ähnliche Sätze hören wir öfter von unseren Kunden. Wir, Theodor Poeschke Bestattungen, führen nicht nur aus, sondern beraten Sie umfangreich über die neuen, pflegefreien und oft deutlich günstigeren alternativen Bestattungsmöglichkeiten. So sparen Sie leicht 500 bis 600 Euro. Wir sind für Sie da, damit Sie auf Ihre Art Abschied nehmen können....

  • Bezirk Spandau
  • 04.05.22
  • 190× gelesen
add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.