Präsident Dirk Zingler präsentiert Rekordzahlen
1. FC Union wächst weiter

Präsident Dirk Zingler präsentierte auf der Mitgliederversammlung Rekordzahlen.
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Der 1. FC Union bleibt ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. 2017/18 wurde beim Etat erstmals die 40-Millionen-Euro-Grenze überschritten. An der geplanten Stadionerweiterung hält der Klub fest.

Über drei Stunden wurde am 28. November in der Ballsporthalle an der Hämmerlingstraße getagt. Bei der ordentlichen Mitgliederversammlung flogen aber keinesfalls die Fetzen. Das ist auch kein Wunder, weil sich die Profis in der oberen Tabellenhälfte etabliert haben und die wirtschaftlichen Kennziffern des Vereins stimmen.

Präsident Dirk Zingler präsentierte durchweg positive Zahlen. Im Geschäftsjahr 2017/18 betrugen die Gesamteinnahmen 43,978 Millionen Euro. Das war Rekord. Der Etat hatte damit erstmals in der Vereinsgeschichte die 40-Millionen-Marke überschritten. Ausgegeben wurden 43,783 Millionen Euro. Daraus ergibt sich ein Gesamtgewinn in Höhe von 195 000 Euro. Das negative Eigenkapital wurde auf 2,777 Millionen abgebaut. „Wir wachsen weiterhin in allen Bereichen und steigern unsere Erträge. Wir geben aber nicht mehr Geld aus, als wir einnehmen“, sagte Präsident Dirk Zingler. Das nahmen auch die Profis zur Kenntnis, die in den ersten 120 Minuten im Auditorium saßen.

Für die laufende Saison rechnet Union mit Einnahmen von 47,076 Millionen Euro und Ausgaben in Höhe von 47,006 Millionen Euro. 70 000 Euro Gewinn sollen herausspringen. In Bezug auf die Lizenzspieler-Abteilung steigen die Ausgaben von 14,612 (2017/18) auf 16,325 Millionen Euro (2018/19).

Der Verein hofft, mittelfristig in die 1. Bundesliga aufzusteigen. Deshalb hat die geplante Stadionerweiterung von 22 000 auf 37 000 Besucher weiterhin Priorität. „Wir werden das Stadion An der Alten Försterei ausbauen und es sinnvoll finanzieren. Zeitlich wird es eine Herausforderung“, erklärte Zingler. „Es ist ein Projekt, das die nächsten Jahrzehnte des Vereins bestimmt. Den Druck gegenüber der Verwaltung werden wir nicht herausnehmen.“

Union erhofft sich Planungsrecht bis Mitte 2019. Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen, die gerade Stellungnahmen von 43 Bürgern und 37 Behörden im Rahmen des ersten öffentlichen Beteiligungsverfahrens auswertet, glaubt eher nicht an diesen Termin. „Nach Lage der Dinge ist diese Zeitschiene angesichts der zu bewältigenden Probleme nicht mehr realistisch“, sagte eine Sprecherin. Hauptknackpunkt bleibt der Verkehr. Union kann erst mit einem beschlossenen Bebauungsplan eine Baugenehmigung beantragen.

Doch die Union-Familie wächst stetig und damit auch die Kartennachfrage. Die Heimbereiche sind jetzt schon in der Regel ausverkauft. Im Vergleich zum November des 2017 gibt es knapp 3000 neue Mitglieder: 21 394 anstatt 18 535. Die Zahl der Sponsoren stieg von 395 auf 407. Union boomt. Das zeigt auch, dass alle 28 500 Tickets für das Weihnachtssingen am ersten und einzigen Tag des Mitgliedervorverkaufs weggingen.

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