Veränderung in Alt-Tegel: Bauernhaus musste Neubau weichen

Bauleiter Uwe Franz (links) und Baustadtrat Martin Lambert sind zuversichtlich, eine gute stadtplanerische Lösung für den Übergang von Alt-Tegel zur Greenwichpromenade gefunden zu haben.
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Tegel. Der Übergang vom Tegeler Dorfkern zur Greenwichpromenade erhält ein neues Gesicht: Bis Ende 2017 entsteht an der Ecke Alt-Tegel und Wilkestraße ein neuer Wohnkomplex.

Der Abriss im Spätsommer hatte in Tegel für Aufsehen erregt. Ein schon mehrere Jahre lang leer stehendes Bauernhaus aus dem 19. Jahrhundert fiel dem Bagger zum Opfer. Anwohner fürchteten eine „massive Neubebauung“, die sich mit denkmalgeschützten Gebäuden in der Umgebung nicht vertragen könnte. Der SPD-Verordnete Ulf Wilhelm kritisierte in der letzten Bezirksverordnetenversammlung dieser Legislaturperiode am 14. September, dass Baustadtrat Martin Lambert (CDU) nicht im Bauausschuss über Abriss und Neubau informiert habe.

Lambert betont seinerseits, dass das abgerissene Haus nicht unter Denkmalschutz gestanden habe. Zahlreiche Umbauten im Laufe der Zeit hätten dem entgegengestanden. Zum Schluss sorgte wohl noch ein massiver Wasserschaden dafür, dass der Erhalt des Hauses für einen neuen Besitzer nicht zu vertreten war.

Gastronomie und altersgerechte Wohnungen entstehen

Mit dem Investor habe man dann eine behutsame Neubebauung bis zu dem Komplex aus den 1970er Jahren, der zur Wilkestraße hin erhalten bleibt, vereinbart, so Lambert. An der Seite der Adresse Alt-Tegel 42-44 entsteht an der Stelle des Bauernhauses ein zweistöckiger Neubau, der mit dem verbliebenen Gebäude über einen einstöckigen Riegel verbunden wird. Dieser Riegel ist zurückgesetzt und soll nach Fertigstellung von einem Gastronomiebetrieb genutzt werden. Die Betonbalkone des verbliebenen ehemaligen Hotels werden komplett erneuert und sollen dann mit südländisch wirkenden Markisen in Richtung Tegeler See zeigen. In dem ganzen Komplex sollen nach der geplanten Fertigstellung Ende 2017 insgesamt 42 altengerechte Apartments zur Miete zur Verfügung stehen.

„Über dem Riegel sind dafür auch Gemeinschaftsräume vorgesehen“, sagt Diplom-Ingenieur Uwe Franz, der den Entwurf für das Projekt gemacht hat, und der auch Bauleiter vor Ort ist. „Das ist schon ein Projekt, das man mit Herzblut macht“, sagt Franz weiter. So habe der Investor, den er noch nicht namentlich nennen möchte, im Einvernehmen mit dem Bezirksamt auf ein drittes Geschoss entlang von Alt-Tegel verzichtet, obwohl dies baurechtlich möglich gewesen wäre. Das Investitionsvolumen schätzt Franz auf rund drei Millionen Euro. CS

Autor:

Christian Schindler aus Reinickendorf

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