Eine Perspektive für Straßenkinder
Stiftung Off Road Kids eröffnet Anlaufstelle im S-Bahnhof Bellevue

Straßensozialarbeiter der Stiftung geben praktische Lebenshilfe.
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  • Straßensozialarbeiter der Stiftung geben praktische Lebenshilfe.
  • Foto: Off Road Kids
  • hochgeladen von Karen Noetzel

Die spendenfinanzierte Hilfsorganisation Off Road Kids hat im S-Bahnhof Bellevue eine neue Streetwork-Station für Straßenkinder, junge Wohnungs- und Obdachlose eröffnet. Sie bietet den jungen Betroffenen Hilfe und Unterstützung bei der Suche nach einer neuen Lebensperspektive.

Die bundesweit tätige Stiftung Off Road Kids, die seit ihrer Gründung vor 25 Jahren rund 1300 junge Berliner von der Straße geholt hat, musste sich in der Hauptstadt einen neuen Standort suchen. Die bisherige Anlaufstelle am Alexanderplatz ist bei wiederholten Einbrüchen zerstört worden.

Für die neue Anlaufstelle hat der deutsche Mietwohnungsentwickler, die CG Gruppe, für 300 000 Euro Räume im S-Bahnhof Bellevue umgebaut. Die Stiftung der Deutsche Bahn und ihr Tochterunternehmen, die DB Station & Service AG, haben die Räumlichkeiten für einen symbolischen Mietpreis zur Verfügung gestellt. Christoph Gröner, Kuratoriumsmitglied der Off Road Kids Stiftung und Vorstand der CG Gruppe, sagte bei der Eröffnung der Anlaufstelle, sein Unternehmen werde die Hilfsorganisation auch künftig unterstützen.

Den Umbau im Bahnhof Bellevue hat der Architekt Andreas Schwara geleitet. Er ist auch Vorstandsmitglied der Off Road Kids Stiftung. Der neue Standort sei für die jungen Menschen gut erreichbar und biete den Streetworkern attraktive Arbeitsplätze, so Schwara.

Gleichzeitig ist die Anlaufstelle im S-Bahnhof Bellevue Schaltzentrale von www.sofahopper.de. Als „Sofahopper“ werden verzweifelte junge Menschen bezeichnet, die sich bei Bekannten durchschlagen. Den Kontakt zum Elternhaus, zur Schule, zu Ämtern oder zu einem Ausbildungsbetrieb haben sie längst verloren. Sie stehen kurz vor der Obdachlosigkeit, teilt Off Road Kids mit. Nach Erhebungen des Deutschen Jugendinstituts soll es bundesweit mehr als 37 000 solche „entkoppelten“ jungen Leute geben. Sofahopper.de ist eine virtuelle Streetwork-Station. Die bietet für die Betroffenen einen unkomplizierten Online-Zugang.

In Deutschland geraten jedes Jahr – zumindest zeitweise – nahezu 2500 Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren auf die Straße. Die Zahl der jungen volljährigen Obdachlosen liegt nach Schätzungen bei 25 000.

Mehr Informationen zur Stiftung gibt es auf www.offroadkids.de.

Straßensozialarbeiter der Stiftung geben praktische Lebenshilfe.
Die Ehefrau des Bundespräsidenten, Elke Büdenbender, Ex-Bahnchef Rüdiger Grube, heute Schirmherr der Off Road Kids Stiftung, und Kuratoriumsmitglied und CG-Vorstand, Christoph Gröner, durchschneiden bei der Eröffnung das rote Band.
Autor:

Karen Noetzel aus Schöneberg

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