Antriebskraft aus der Gurken-Batterie
Schüler sparen mit Elan Energie

Ganz schön anstrengend, Energie mit dem Fahrrad-Ergometer zu erzeugen. Die Schüler des Droste-Hülshoff-Gymnasiums mussten fleißig strampeln.
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  • Ganz schön anstrengend, Energie mit dem Fahrrad-Ergometer zu erzeugen. Die Schüler des Droste-Hülshoff-Gymnasiums mussten fleißig strampeln.
  • Foto: Mutz Ingenieursgesellschaft mbH
  • hochgeladen von Ulrike Martin

Wie erfinderisch Kinder beim Energie sparen sind, zeigt seit vier Jahren das Projekt Elan des Bezirksamtes. 13 Klimaschulen wurden am Ende des Schuljahres  mit Prämien in Höhe von 200 Euro und mit Urkunden ausgezeichnet.

Schüler der Bröndby-Oberschule in Lankwitz haben zum Beispiel eine Gurken-Batterie entwickelt. „In sauren Gurken steckt chemische Energie, sogar mehr als in Zitronen. Das haben die Schüler nachgemessen“, erläutert Elan-Projektleiter Georg Rodgriguez von der Mutz Ingenieurgesellschaft mbh. Die chemische Energie wird in elektrische Energie umgewandelt und treibt einen Ventilator an. In einem zweiten Projekt bauten die Schüler im Werkunterricht Solarpaneele für Handy-Ladestationen.

Die Hort-Kinder der Quentin-Blake-Grundschule in Dahlem zeigten im Bürgersaal des Rathauses, wie selbstständig sie sind. Sie organisierten eine Mobilitäts-Demo für ihr Recht, alleine zur Schule zu gehen. Mit selbst gemalten Schildern stürmten sie die Bühne und führten Sketche zum Thema auf. „Siehste Papa, ich bin gut wieder nach Hause gekommen und mehr erlebt hab’ ich auf dem Schulweg zu Fuß, mit dem Fahrrad oder Bus auch. Besser als immer langweilig im Auto zu sitzen!“, war unter anderem zu hören.

Welche Lampen sind die sparsamsten?

Am Droste-Hülshoff-Gymnasium in Zehlendorf beschäftigte sich die Klimaretter-AG unter anderem mit der Frage, welche Kosten eingespart werden, wenn LED-Leuchten statt Energiesparlampen zum Einsatz kommen. Mit dem gleichen Thema beschäftigt sich das Goethe-Gymnasium in Lichterfelde bereits seit 2017. In drei Musterräumen vergleichen die Schüler LED-Licht mit konventionellen Lichtquellen.

Die Schüler der Grundschule an der Bäke in Lichterfelde haben sich viel Mühe bei der Mülltrennung gegeben. Allerdings mussten sie feststellen, dass die Putzkräfte den getrennten Müll wieder in eine große Tüte kippen. „Das gab einen ,Eintrag ins Klassenbuch‘ des Schul- und Umweltamtes: Die Putzkräfte dürfen den sorgsam getrennten Müll nicht wieder zusammen schütten“, erzählt Rodriguez.

In der Gail S. Halvorsen Schule in Dahlem wurde eine Schallkanone entwickelt. Sie funktioniert mit Theaternebel in einer Abfalltonne. Die Tonne wird bis auf eine kleine Öffnung mit einem Laken versehen. Durch Klopfen auf dieses Laken entstehen Schalldruckwellen. Der Nebel tritt gebündelt aus und kann dann eine Reihe Pappbecher umwerfen. „Passt zum Thema. Denn Schall ist auch nur Bewegungsenergie, daraus wird in Turbinen Strom produziert“, sagt Rodriguez.

Weitere Aktionen waren Sticker auf Lichtschaltern, die daran erinnern sollen, das Licht auch auszuschalten, Energie-Demonstrationen mit dem Fahrrad-Ergometer oder Experimente mit der Thermografie-Kamera.

Gestartet wurde das Projekt „Elan – Energieprojekte an Schulen in Steglitz-Zehlendorf“ vom Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf mit dem Ziel, Wissen zu Energie und Klimaschutz zu vermitteln, aber auch reale Einsparungen in den Schulgebäuden zu erzielen.

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