Wettbewerb zum Neubau der Rudolf-Wissell-Brücke entschieden

Der Ersatzneubau der Rudolf-Wissell-Brücke nach Plänen des Ingenieurbüros LAP fächert die Fahrtrichtungen in zwei Überbauten auf.
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  • Der Ersatzneubau der Rudolf-Wissell-Brücke nach Plänen des Ingenieurbüros LAP fächert die Fahrtrichtungen in zwei Überbauten auf.
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Die Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH (DEGES) ertüchtigt im Auftrag des Senats die A 113 und die A 100. Sportlichste Aufgabe ist der Ersatzneubau der überlasteten Rudolf-Wissell-Brücke. Jetzt wurde das Ingenieurbüro vorgestellt, das diese Herausforderung annimmt.

185 000 Fahrzeuge am Tag muss die Rudolf-Wissell-Brücke ertragen. Dieser Verkehrslast ist das 1961 fertiggestellte Bauwerk auf Dauer nicht mehr gewachsen. Im Zuge der Fahrbahnsanierung im vergangenen Sommer hatte DEGES-Bereichsleiter Andreas Irngartinger auf die Umstände hingewiesen, die einen Neubau der Brücke zum Sonderfall machen. Weil sie nur einen Überbau hat, ist der Abriss einer Fahrbahn mit zeitgleicher Verkehrsführung auf der anderen nicht möglich. Dazu steht die Brücke in einem sensiblen Umfeld zwischen Flusslauf, Schleuse, Bahnanlagen, Kleingärten und der zentralen Stromeinspeisung für die Innenstadt.

Weil es für dieses Projekt keine Standardlösung gibt, hatte die DEGES mit der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz neue Wege beschritten und europaweit einen Wettbewerb ausgerufen. Auf einer Pressekonferenz am 3. Mai wurde der Entwurf des Siegers vorgestellt: Leonhardt, Andrä und Partner (LAP) machte das Rennen.

Baustart nicht vor 2023

„Mit der Wettbewerbsentscheidung geben wir den Startschuss für die Planung des Ersatzneubaus“, erklärte Senatorin Regine Günther. Auf dem Siegerentwurf basierend, entstehen zwei nebeneinander verlaufende Brücken – eine für jede Fahrtrichtung. Zuerst wird die Fahrbahn Richtung Norden separat neu gebaut und an das Autobahndreieck Charlottenburg herangeführt. Anschließend wird die neue Fahrbahn in Richtung Süden in Lage der alten Brücke errichtet. Das wichtigste Kriterium, die Aufrechterhaltung der Verkehrsströme auf der A 100, kann weitestgehend erfüllt werden. So stehen, bis auf wenige Ausnahmen, über die gesamte Bauzeit hinweg drei Fahrspuren pro Richtung zur Verfügung. Jetzt sollen die Planungen vertieft, eine Umweltverträglichkeitsprüfung durchgeführt und das Planfeststellungsverfahren eingeleitet werden. 200 Millionen Euro wird der Ersatzneubau kosten, die Finanzierung übernimmt der Bund. Mit einem Baustart vor 2023 sei nicht zu rechnen, hieß es.

Der Ersatzneubau der Rudolf-Wissell-Brücke nach Plänen des Ingenieurbüros LAP fächert die Fahrtrichtungen in zwei Überbauten auf.
Der westliche Überbau der LAP-Lösung soll auf der alten Rudolf-Wissell-Brücke liegen, der östliche wird ganz neu errichtet.

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