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  • 23. Oktober 2017, 00:00 Uhr
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Luther aus der Perspektive von 1927: Historischer Film zum Reformationstag

31. Oktober 2017 um 19:30
Alter Zwölf-Apostel-Kirchhof, 10829, Berlin
Stephan Graf von Bothmer liebt alte Filme. Die Montage zeigt den Komponisten und Pianisten und eine Szene aus "Luther".
Stephan Graf von Bothmer liebt alte Filme. Die Montage zeigt den Komponisten und Pianisten und eine Szene aus "Luther". (Foto: Meixner/Filmmuseum)

Schöneberg. Der Komponist und Pianist Stephan Graf von Bothmer hat eine neue Live-Filmmusik zum vom Bundesarchiv akribisch rekonstruierten und restaurierten Stummfilm „Luther“ von 1927 komponiert.

Am Reformationstag, 31. Oktober, werden Musik und Film um 19.30 Uhr in der Kapelle des Alten Zwölf-Apostel-Kirchhofs, Kolonnenstraße 24-25, präsentiert. Erzählt wird das Leben des Reformators aus einer 90 Jahre zurückliegenden Perspektive. Die ersten Aufführungen des 1927 entstandenen Films sollen in den Kinosälen zu tumultartigen Auseinandersetzungen zwischen Katholiken und Protestanten geführt haben. Die katholische Kirche legte Protest ein. Es gab mehrere Prüfungen der Zensurbehörde.

Der Regisseur des Skandalstreifens, Hans Kyser, war ein erfolgreicher Drehbuchautor der Weimarer Republik. Er schrieb das Drehbuch zu F. W. Murnaus „Faust“. Er inszenierte seinen Luther-Film mit großem Staraufgebot, mit eindrucksvollen Helldunkel-Techniken, die er sich bei barocken Malern, abgeschaut hatte.

Der Eintritt zum Filmkonzert am Reformationstag ist frei. KEN

Autor: Karen Noetzel
aus Schöneberg
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