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  • 28. Februar 2018, 15:30 Uhr
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Vernissage: REVEALING, Einzelausstellung von Peer Kriesel im project room maia zinc

9. März 2018 um 19:00
project room maia zinc, 10781, Berlin
Peer Kriesel: "Autokorrektur,", 2018
Peer Kriesel: "Autokorrektur,", 2018

WER: Maler und Zeichner Peer Kriesel, www.peerkriesel.com
Was: Soloausstellung „REVEALING“
Wo: mz project room maia zinc, Projektraum und Galerie in Berlin-Schöneberg
Kyffhäuserstr. 16, 10781 Berlin
Wann: 9. März - 6. April 2018, jeweils Mi – Fr: 13 - 19 Uhr, Sa: 11- 18 Uhr
Vernissage: Freitag, den 9. März 2018 von 19 - 22 Uhr

Es wimmelt nur so von Figuren in den Bildern von Peer Kriesel: Fratzenhafte, karikaturartige Fabelwesen bewegen sich über-, neben- und miteinander, gemalt und fein gezeichnet. Dazwischen schieben sich geometrische Formen, wie in seiner neuen, großformatigen Arbeit „Autokorrektur“, 2018 zu sehen, die dem Betrachter einen Moment der Ruhe, einen Anker im Gewirr bieten. (Making of) Dann geht der groteske Tanz der Körper und Köpfe weiter, der mitunter Parallelen zu spätmittelalterlichen Meistern wie Hieronymus Bosch eröffnet oder an Gesellschaftsportraits von George Grosz erinnert - bei Kriesel immer versehen mit einer Prise Humor. Das Ganze entspringt nicht ausschließlich der Phantasie des Künstlers, sondern wird angeregt durch das Treiben der Großstadt - seiner Heimatstadt Berlin. In Steglitz 1979 geboren lebt und arbeitet der Künstler seit mittlerweile elf Jahren in Schöneberg und möchte seinen Kiez nicht mehr missen: „Es ist ruhig hier, aber nicht zu ruhig. Hier leben noch die alten Einheimischen, aber auch junge Leute und junge Familien. Die bunte Mischung mag ich sehr! Es ist hier urban, ohne aufgesetzt hip zu sein.“

In Kriesels Ausstellung in der Schöneberger Galerie mz project room maja zinc zeigt er seine neuen, groß- und genauso kleinformatigen Malereien, seine übermalten Fahrkarten und auch ein skulpturales Mini-Selbstportrait aus dem 3D-Drucker: „Me So Small“, das den Künstler dabei zeigt, wie er mit einem überdimensionierten Bleistift eine seiner Fratzen an die Wand zeichnet.
Urbanes Chaos, eine zunehmende Verwirrung der Gesellschaft, der fortwährende Kampf in der Politik, Ästhetik und Anti-Ästhetik all dies sind Themen, die den Künstler beschäftigen und zu seinen Arbeiten inspirieren. Seine surrealen Großstadtmotive hat auch die New Yorker Mode-Designerin Juliana Bass als Prints für ihre Stoffe entdeckt: Bereits zum dritten Mal jetzt in 2018 designte Bass ihre Kollektion aus Fratzen von übermalten Fahrkarten und zeigte Mode im Kriesel-„Design“ auf der Fashion Week in N.Y.C. zusammen mit dem Künstler.
Sein gestaltetes BVG-Ticket führte den Künstler so von Berlin nach Manhattan. Und jetzt zurück nach Schöneberg – diesmal in die Galerie Maia Zinc ...

Autor: kunstundhelden
aus Schöneberg
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