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Tatort-Produzenten machen ExRotaprint-Quartier zum Lagerhaus / Betreiber verärgert

Das Kreativquartier von ExRotaprint wurde im jüngsten Berlin-Tatort zum Lagerhaus.
Das Kreativquartier von ExRotaprint wurde im jüngsten Berlin-Tatort zum Lagerhaus. (Foto: ARD-Mediathek)

Im jüngsten Berlin-Tatort „Meta“ haben die Produzenten den markanten Rotaprint-Turm an der Gott-schedstraße 4 zum Lagerhaus mit Leiche gemacht.

An der Fassade steht Storage 24/7. Die Tatort-Kommissare Rubin (Meret Becker) und Karow (Mark Waschke) finden in dem „Lagerhaus“ eine in Formaldehyd eingelegte Leiche.

Die Fassade der einstigen Druckmaschinenfabrik wird nur zwei Mal für ein paar Sekunden eingeblendet. Lange genug, dass Zuschauer das einstige Rotaprint-Markenzeichen erkennen und bei den heutigen Nutzern, der gemeinnützigen Firma ExRotaprint, die Werkhallen und Büros an Studios, Gewerbebetriebe, Kreative und soziale Einrichtungen vermietet, nachfragen.

„Nein, uns hat niemand gefragt, ob unsere Ikone – der vordere Betonturm – im Tatort verwendet werden darf. Nein, wir bieten keine Lagerflächen an. Nein, wir geben keine Locations für irgendwas raus. Nein, uns ist nicht das Geld ausgegangen. Nein, wir sind keine Tatort-Fans. Nein, wir haben keine Leichen im Keller und nein, wir haben keine paar tausend Euro Locationgebühr bekommen“, schreiben die ExRotaprint-Leute in ihrem E-Mail-Verteiler. Sie ärgern sich darüber, dass „der rbb-Tatort keinen guten Umgang mit unserem Projekt führt, sondern als Kulturproduzent das ExRotaprint-Hauptimage schlicht abgreift und als storage trashed in sein Parallel-Berlin vercollagiert ...“, heißt es.

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