Mit Technik kreativ sein
Kinderforscherzentrum Helleum entwickelt NaWi-Kunst-Tüfteltruhe

In die NaWi-Kunst-Tüfteltruhe packt Holger Haas vom Helleum auch einen Ventilator. Mit ihm lässt sich nicht nur Wind erzeugen, sondern als Kunstmittel verteilt er auch Farbe auf Leinwand.
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  • In die NaWi-Kunst-Tüfteltruhe packt Holger Haas vom Helleum auch einen Ventilator. Mit ihm lässt sich nicht nur Wind erzeugen, sondern als Kunstmittel verteilt er auch Farbe auf Leinwand.
  • Foto: hari
  • hochgeladen von Harald Ritter

Das Kinderforscherzentrum Helleum entwickelt ständig neue Experimente, die Kita- und Schulkinder an die Wissenschaften heranführen sollen. Nach den naturwissenschaftlichen Tüfteltruhen vor zwei Jahren gibt es jetzt eine NaWi-Kunst-Tüfteltruhe.

„Wissenschaft und Kunst sind sich näher, als viele heute denken“, sagt Hartmut Wedekind, wissenschaftlicher Leiter des Helleums. Was Bildungsreformer wie Wilhelm von Humboldt im 19. Jahrhundert bereits gewusst haben, sei mit der technologischen Entwicklung leider verloren gegangen. „Es gibt aber neue internationale Trends, die das wieder aufgreifen“, so Wedekind weiter.

Unternehmen in den USA hätten inzwischen erkannt, dass auch für die Organisation von technischen und wirtschaftlichen Prozessen Kreativität grundlegend ist. Dieses Denken passt zum Konzept des Helleums: Heran an die Sachen und damit etwas machen. Hauptsache, es macht Spaß und führt zu neuen Erkenntnissen und Herangehensweisen an die Dinge.

Die Nawi-Kunst-Tüfteltruhe ist das Ergebnis der Zusammenarbeit des Helleums mit der Jugendkunstschule des Bezirks. Mit Schülern und Lehrern der Wolfgang-Amadeus-Mozart-Schule und der Mahlsdorfer Grundschule fand im Juli ein Workshop statt, aus dem die Entwicklung der Tüfteltruhe hervorging. Sie enthält Materialien, Gegenstände und Werkzeuge, um Kinder über Experimente in die Welt der Künste einzuführen. „Wir nutzen naturwissenschaftliche Phänomene, um Kinder zur kreativen Arbeit anzuregen“, erläutert er. Unter anderem befinden sich Plastikstäbe, Luftballons, Bürsten, dicke Strohhalme in der Truhe. Auch ein Ventilator. „Damit kann man Farben auf Projektionsflächen verteilen“, erklärt Holger Haas vom Helleum. Die Verteilung von Farben nach dem Zufallsprinzip gehört zu einer gängigen Methode in der modernen Kunst.

Die erste NaWi-Kunst-Tüfelteltruhe soll Pädagogen im Dezember vorgestellt und voraussichtlich ab Februar an Kitas und Schulen verliehen werden. Der Kauf weiterer Truhen ist vorgesehen, allerdings ist die Finanzierung noch nicht geklärt.

Mehr Infos zum Kinderforscherzentrum Helleum auf www.helleum-berlin.de 

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