Mitreden bei Büchern
Lesekreis schreibt Rezensionen für den Börsenverein des Deutschen Buchhandels

Gerda Maron macht es sich in ihrem Lesesessel gemütlich und liest dort auch die Bücher, die 2018 für den Deutschen Buchpreis des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels nominiert sind.
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  • Gerda Maron macht es sich in ihrem Lesesessel gemütlich und liest dort auch die Bücher, die 2018 für den Deutschen Buchpreis des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels nominiert sind.
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  • hochgeladen von Harald Ritter

Der Lesekreis der Mark-Twain-Bibliothek ist in diesem Jahr offiziell Lesekreis des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels. Seine Mitglieder besprechen die Bücher der Kandidaten für den Deutschen Buchpreis 2018 und schreiben Rezensionen.

Der Lesekreis der Twain-Bibliothek ist einer von nur fünf bundesweit, die erstmals für eine solche Aktion des Börsenvereins ausgewählt wurden. Sie sollen eine direkte Verbindung zum Lesepublikum herstellen und die Arbeit der Jury ergänzen, die über die Vergabe des Deutschen Buchpreises entscheidet.

Der Lesekreis ist aus der Veranstaltungsreihe „Schwebende Bücher“ hervorgegangen. In dieser Veranstaltungsreihe stellen Bibliotheksmitarbeiter und Bibliotheksbesucher Lektüre vor, die ihnen gefallen hat und über die sie gern mit anderen sprechen wollen.

Daran knüpft die Arbeit des Lesekreises für den Börsenverein des Deutschen Buchhandels in diesem Jahr an. Es sind insgesamt 20 Bücher, die in die Endrunde zur Vergabe des Buchpreises kommen. Der Lesekreis hat elf Mitglieder. Jeder kann so viele dieser Bücher lesen, wie er will oder schafft und seine Meinung dazu jeweils aufschreiben.

Gerda Maron beispielsweise hat sich bereits drei Bücher über den Lesekreis zukommen lassen. „An elf Büchern hätte ich Interesse, mal sehen ob ich die alle schaffe“, sagt die 75-jährige Rentnerin aus Hellersdorf. Den Roman „Sechs Koffer“ von Maxim Biller hat sie schon gelesen und eine Rezension geschrieben. Darin deckt der deutsche Autor die Geheimnisse einer Familie in der Erzählart eines Krimis auf. Außerdem liegen auf Marons Schreibtisch bereits „Heimkehr nach Fukushima“ des Schweizers Adolf Muschg und „Die Katze und der General“ der in Georgien geborenen und in Deutschland lebenden Nino Haratischwili.

Maron hat Germanistik und Anglistik studiert, arbeitete als Übersetzerin. Das Lesen gehört seit ihrer Kindheit zum Leben dazu. „Es hilft, die Welt und andere Menschen besser zu verstehen“, erklärt sie. Auch im Freundeskreis tausche sie sich gern über Bücher aus. „Die eigene Meinung für ein größeres Publikum aufzuschreiben, ist natürlich noch eine ganz andere Sache“, erläutert sie. Aber auch die Rezension von literarischen Texten müsse Freude machen, genauso wie zuvor das Lesen der Bücher. Auf Themen oder Genres ist Maron dabei nicht festgelegt. „Aber ich merke schnelle, wenn ein Buch mich nicht fesselt. Dann lege ich es auch schon mal nach wenigen Seiter wieder weg“, sagt sie.

Der Deutsche Buchpreis wird am 8. Oktober auf der Frankfurter Buchmesse vergeben. Bis zum Dezember allerdings können sich die Mitglieder des Lesekreises mit der Abgabe ihrer Rezensionen Zeit lassen. Sie werden natürlich unter anderem auf der Webseite der Twain-Bibliothek auf www.berlin.de/bibliotheken-mh veröffentlicht.

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