Reichsbahn in früherer Apotheke

Holger Voigt, Leiter der IG Modellbahn Hellersdorf, repariert eine Windmühle der Anlage „Neukirchen“, dem Prunkstück der Interessengemeinschaft.
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  • Holger Voigt, Leiter der IG Modellbahn Hellersdorf, repariert eine Windmühle der Anlage „Neukirchen“, dem Prunkstück der Interessengemeinschaft.
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Hellersdorf. Die IG Modellbahn Hellersdorf veranstaltet regelmäßig Ausstellungen mit großen Bahnlandschaften. Zudem kümmern sich die Modellbahnfreunde besonders um den Nachwuchs.

Die Interessengemeinschaft kann auf eine zehnjährige Erfolgsgeschichte zurückblicken. Im Jahr 2006 taten sich zunächst vier Modellbahnfreunde zusammen und gründeten die Interessengemeinschaft. Inzwischen hat sie neun erwachsene Mitglieder, einen Jugendlichen und zwei Kinder als Mitglied. Seit 2014 hat die IG ihren Sitz am Boulevard Kastanienallee in einer früheren Apotheke. Die Geschäftsräume umfassen 150 Quadratmeter.

Einen großen Teil nimmt eine zehn mal drei Meter große HO-Anlage ein. Sie stellt eine fiktive Bahnstrecke aus der DDR dar. Auf den Gleisen ist unter anderem ein Modell des Schnelltriebwagens des „Vindobona“ zu sehen. Das Original fuhr im Auftrag der Reichsbahn der DDR von Berlin über Prag nach Wien. An der Strecke stehen unter anderem Modelle von Plattenbauten und DDR-Fahrzeugen.

In einem kleineren Raum befindet sich das „Kinderzimmer". Hier baute der IG-Nachwuchs selbst eine Anlage auf und wartet diese. Diese Anlage ist zwar nur ein mal zwei Meter groß, aber die Kinder können jeweils einen Zug dort fahren lassen und lernen alles, was mit Modellbahnen zu tun hat.

Die Nachwuchsgruppe wurde erst 2014 gegründet. „Wir merkten auf einmal, dass uns der Nachwuchs fehlt“, sagt Holger Voigt. Der Leiter der IG hat Lokschlosser gelernt, studierte später Maschinenbau und Elektrotechnik und war sogar selbst Lokführer. Bisher machen nur Voigts Tochter Pia und Anthony Johner, Sohn eines weiteren IG-Mitgliedes, mit. Beide sind elf Jahre alt. „Wir hatten schon andere interessierte Kinder und Jugendliche“,erklärt Voigt. Sie konnten jedoch nicht bleiben, weil es ihnen an der nötigen Disziplin und Achtsamkeit fehlte. „Wir gehen hier mit teils sehr sensibler Technik um“, erläutert er.

Alle sechs Wochen öffnet die IG ihre Türen im Boulevard Kastanienalle für Besucher, die ihre Modellbahnen besichtigen können. Der nächste Termin ist Sonnabend und Sonntag, 16. und 17. April, jeweils von 10 bis 18 Uhr. Der Eintritt beträgt drei Euro für Erwachsene, ein Euro pro Kind und für eine ganze Familie sieben Euro. hari

Autor:

Harald Ritter aus Marzahn

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