Verkehrslenkung Berlin lehnt Halteverbot am Zebrastreifen ab

Am neuen Zebrastreifen auf Höhe des S- und U-Bahnhofes Wuhletal an der Altentreptower Straße gab es im Sommer mehrere Unfälle. | Foto: hari
  • Am neuen Zebrastreifen auf Höhe des S- und U-Bahnhofes Wuhletal an der Altentreptower Straße gab es im Sommer mehrere Unfälle.
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Hellersdorf. Zebrastreifen allein bieten Fußgängern keinen absolutem Schutz. Das zeigt das Beispiel des neuen Zebrastreifens am S- und U-Bahnhof Wuhletal. Nach mehreren Unfällen fordert die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) zusätzliche Sicherungsmaßnahmen.

Den Zebrastreifen an der Altenreptower Straße gibt es erst seit Oktober 2016. Er soll vor allem Besuchern des Unfallkrankenhauses und Spaziergängern des angrenzende Wuhletals das Überqueren der vielbefahrenen Straße erleichtern. Dennoch kam es hier allein im Juli und August zu drei Unfällen mit einem verletzten Fußgänger.

Die Bezirksverordnetenversammlung Marzahn-Hellersdorf hat als Hauptursache die Unübersichtlichkeit der Altentreptower Straße am Zebraustreifen ausgemacht. Parkende Autos verstellten den aus Richtung Biesdorf kommenden Autofahrern die Sicht. Die BVV hat daher das Bezirksamt aufgefordert, beidseitig Halteverbotszonen einzurichten. Zudem soll die Verwaltung prüfen, ob die Zahl der Park- und Ride-Parkplätze am S- und U-Bahnhof erhöht werden kann. Dazu schlägt die BVV die Grünfläche zwischen dem Parkplatz und der Gülzower Straße vor.

Verkehrsstadtrat Johannes Martin (CDU) sieht derzeit keine Möglichkeit, den Beschluss umzusetzen. Dies entnimmt er einem Schreiben der Verkehrslenkung des Landes Berlin an den Bezirk. In dem Brief lehnt die Senatsbehörde Park- oder Halteverbote an der Altentreptower Straße ab und beruft sich dabei auf Berichte der Verkehrspolizei. Danach seien die Unfälle dieses Sommers vorwiegend auf grobe Unaufmerksamkeit der Fahrzeugführer zurückzuführen. „Hinsichtlich der straßenbaulichen und verkehrsrechtlichen Gestaltung bestehen keine Mängel“, heißt es weiter.

Die Verkehrslenkung warnt das Bezirksamt vorsorglich vor Alleingängen und weist auf die Zuständigkeit der zentralen Berliner Verkehrsbehörde hin. Zugleich schlägt die Behörde die Tür nicht ganz zu. Es würden an der Altentreptower Straße die Radverkehrswege neu geplant. Verbesserungen an den Fußgängerüberwegen könnten möglicherweise im Rahmen dieser Planung berücksichtigt werden. hari

Autor:

Harald Ritter aus Marzahn

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