Schüler besuchten Unternehmen der Gesundheitswirtschaft

Ergotherapeut André Weber stellte im Reha-Zentrum der Physio-Ergo GmbH den Schülern des OSZ Gesundheit/Medizin den Arbeitsalltag eines Ergotherapeuten vor.
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Die Zahl der Schulabgänger ist im Vergleich zu zurückliegenden Jahren gering. Damit der Nachwuchs nicht abwandert, organisieren Marzahn-Hellersdorf und der Landkreis Märkisch-Oderland Schülertouren zu Unternehmen in der Region.

Der Berliner Bezirk und der brandenburgische Landkreis haben Anfang 2016 ein gemeinsames Regionalmanagement gebildet, um die Wirtschaftsentwicklung zu fördern. Angesichts des um sich greifenden Mangels an Fachkräften wird es für die Firmen immer wichtiger, geeigneten Nachwuchs zu finden. „Wir wollen mit den Business-Schülertouren die Schulabsolventen in unserer Region halten“, sagt Isabelle Mensching, Projektmanagerin beim Regionalmanagement Metropolenregion Ost Berlin-Brandenburg.

Ende November besuchte eine 10. Klasse des Oberstufenzentrums Gesundheit/Medizin drei bedeutende Unternehmen der Gesundheitswirtschaft im Bezirk. Auf dem Programm standen Besuche im Unfallkrankenhaus Berlin, in der Klinik Helle Mitte und die Pflegewohnwelt Zühlsdorfer Straße der Alpenland Pflegeheime Berlin GmbH. Vor den Führungen durch die Standorte bekamen die Schüler Einführungen in die jeweiligen Berufe.

Im ambulantem Rehabilitationszentrum der Physio-Ergo GmbH wurden die Berufsbilder des Physiotherapeuten und Ergotherapeuten vorgestellt. Das Reha-Zentrum kooperiert mit der Klinik Helle Mitte. „Durch solche Veranstaltungen gewinnen Schüler in diesem Alter eine Vorstellung von dem, was sie später im Beruf erwartet“, erklärte Gesundheitsmanagerin Cindy Schoenegge. Die 28-jährige wurde in Marzahn geboren und kehrte nach Ausbildung und Studium in Schleswig-Holstein nach Berlin zurück. „Hier fühle ich mich wohl, vor allem, weil meine gesamte Familie hier lebt“, erläuterte sie.

Die Schulleiterin des OSZ, Nicole Verdenhalven, bestätigt die Einschätzung der Gesundheitsmanagerin. „Solche Besuche helfen bei der Orientierung der Schüler und geben wichtige Informationen für die Berufswahl“, sagte sie. Sie könnten hilfreich auch bei der Besetzung von Praktikaplätzen sein. Es sei gut, wenn Schulen und Unternehmen sich füreinander öffnen.

Diese Business-Schülertour war bereits die dritte, die das Regionalmanagement in diesem Jahr durchführte. Im März waren Zwölftklässler aus dem Landkreis bei unterschiedlichen Handwerks- und Industriebetrieben, im Oktober bei Unternehmen des Kfz-Gewerbes.

„Wir wollen die Business-Schülertouren im kommenden Jahr weiterführen, mindestens wieder drei sollen es werden“, erklärt Mensching. Die Resonanz der Oberschulen sei außerordentlich positiv und auch die Bereitschaft von Unternehmen mitzumachen, sei gut.

Autor:

Harald Ritter aus Marzahn

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