Im Stil der alten Meister
Sergej Schulga stellt in der Galerie Grünstraße aus

Sergej Schulga in seinem Atelier an der Friedrichstraße.
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  • Sergej Schulga in seinem Atelier an der Friedrichstraße.
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Das Atelier befindet sich im Russischen Haus an der Friedrichstraße. Hier ist derzeit die künstlerische Heimat von Sergej Schulga (53).

In Köpenick, wo er lebt, waren seine Bilder in den vergangenen 15 Jahren schon mehrfach zu sehen. Zuerst in der Galerie des Kunstkreises Köpenick, derzeit in der Galerie Grünstraße in der Altstadt. Mit „Harlekin“, „Bajazzo“ oder „Pierrot“ verewigt der in Russland geborene Künstler mit Ausbildung in seiner Geburtsstadt Brjansk und in St. Petersburg Figuren aus Komödie und Theater. Zum Teil wirken seine Ölbilder aber auch wie Werke alter russischer Meister. Sie könnten der Illustrierung eines Buchs von Gogol oder Dostojewski dienen.

Im Atelier findet man allerdings nur wenige der aktuellen Bilder. „Rund 100 Gemälde sind fast immer auf Ausstellungen unterwegs. Der größte Teil der Fußballzeichnungen zum Beispiel gerade in Aachen“, erzählt Sergej Schulgin. In seiner Jugend habe er selbst Fußball gespielt, heute gehöre er zu den Fans des 1. FC Union. Seine Köpenicker Wohnung liegt in Hörweite des Stadions an der Alten Försterei. „Jedes Tor für Union bekomme ich durch das Freudengebrüll der Eisernen zu Hause mit“, erzählt Schulga. Skizzen sind beim Fußball nicht möglich, zu schnell bewegen sich Ball und Spieler über den Rasen. „Ich speichere die Situation im Kopf und mache mich möglichst schnell an die Umsetzung mit Karton und Kreide“, sagt Sergej Schulga. Immer wieder malt er auch Musiker im Konzert. „Unsere ganze Familie ist musikalisch interessiert, wir alle spielen ein Instrument. Beim Malen läuft in meinem Atelier den ganzen Tag Klassikradio“, erklärt der Künstler.

Bilder von Sergej Schulga hängen unter anderem in der Berlinischen Galerie und der Russischen Botschaft. Gerhard Schröder, Jaques Chirac und Otto Rehhagel haben seine Bilder für ihre privaten Sammlungen gekauft.

Die Ausstellung „Spannungsbögen“ ist noch bis zum 22. März in der Galerie Grünstraße, Grünstraße 22, zu sehen. Der Zugang ist von der Böttcherstraße hinter dem Rathaus. Öffnungszeiten sind Dienstag und Mittwoch von 16 bis 19 Uhr, Donnerstag und Freitag von 14 bis 17 Uhr und Sonnabend von 11 bis 15 Uhr.

Wissenswertes: www.sergeyshulga.de.

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